Ultraschallbasierte viskoelastische Diagnostik der cystischen Fibrose-assoziierten hepatobiliären Beteiligung bei Kindern

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Authors: Y Sharkovska, M S Anders, Thomas S. Meyer, Francesco Mollica, P. Aleksander, Stephanie A. Thee, C O Pioch, E. Steinke, Simon Y. Gräber, Alice Lejeune, M Stahl, Marcus Alexander Mall
+3 more Ingolf Sack, Simon Veldhoen, Corona Metz
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Abstract

Die cystische Fibrose-assoziierte hepatobiliäre Beteiligung (CFHBI) bei Kindern reicht von der transienten Transaminasenerhöhung bis hin zur fortgeschrittenen CF-assoziierten Lebererkrankung (aCFLD). In dieser Studie wurde die Rolle der ultraschallbasierten Scherwellenelastographie (SWE) zur Bestimmung der Leber- und Milzsteifigkeit, der Scherwellen-Dispersion (SWD) zur Quantifizierung der Leber- und Milzviskosität sowie der Dämpfungsmessung (ATI) zur Beurteilung des Leberfettanteils bei Kindern mit CF untersucht. Zusätzlich wurden diese Verfahren mit der ultraschallbasierten zeitharmonischen Elastographie (THE) und der Magnetresonanzelastographie (MRE) der Leber und der Milz verglichen. Sechsundzwanzig Kinder mit CF (9 Jungen; mittleres Alter 14,5±2,7 Jahre) wurden mittels SWE, SWD, ATI (Aplio i800, Canon), THE (GAMPT mbH, Merseburg) und MRE (Magnetom Skyra, Siemens Healthineers) untersucht. Als Referenzstandard wurden die Lebern basierend auf klinischen und sonographischen Kriterien als normal (n=14), als CFHBI mit Steatosis (n=9) oder als aCFLD (n=3) klassifiziert. Gruppenunterschiede wurden mittels Wilcoxon-Rangsummentests bewertet. Die Kreuzvalidierung erfolgte mittels Korrelations- und Bland-Altman-Analysen. Die mittleren SWE-Werte von Leber und Milz sowie die SWD-Werte der Leber waren bei Kindern mit aCFLD signifikant höher als bei Kindern ohne CFHBI oder CFHBI mit Steatosis (p< 0,05). Die mittleren SWE- und SWD-Werte korrelierten mit den Steifigkeits- und Dispersionsmessungen der MRE und THE (Steifigkeit: r= 0,77–0,88, p< 0,001; SWD: r= 0,4, p< 0,05). Der mittlere ATI-Wert der Leber war signifikant höher bei Kindern mit CFHBI mit Steatosis (p< 0,05) als bei Kindern ohne CFHBI. Signifikante Korrelationen bestanden zwischen den SWE-Werten von Leber und Milz und dem Aspartat-Aminotransferase-zu-Thrombozyten-Quotienten (APRI) (r= 0,67–0,72; p< 0,0001) sowie der Milzgröße (r= 0,42–0,61; p< 0,05). Zudem zeigte sich eine signifikante negative Korrelation zwischen den SWE-Werten der Milz und der Thrombozytenzahl (r= –0,58; p< 0,01). Die Korrelationsanalyse ergab außerdem signifikante Zusammenhänge zwischen dem SWD-Wert der Leber und dem APRI (r= 0,5; p< 0,05) sowie der Milzgröße (r= 0,44; p< 0,05). Die mittels Ultraschalls gemessenen viskoelastischen Parameter des hepatosplenischen Gewebes, können als sensitive Biomarker zur nicht-invasiven Erkennung, Quantifizierung und Stadieneinteilung der CFHBI im Kindesalter dienen. Publication History Article published online: 26 February 2026 © 2026. Thieme. All rights reserved. Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany

Fields of Study & Subjects

Ultrasound Imaging and Elastography Liver Disease Diagnosis and Treatment Pediatric Hepatobiliary Diseases and Treatments

Publication details

Journal / source
Klinische Pädiatrie
Volume
238
Publication date
1 February 2026
Language
DE