Multimodales Rehabilitationskonzept für Kinder mit Ösophagusatresie – Fokus auf atemwegsassoziierte Komplikationen

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Authors: A Heinze, I Schnittger, I Zabolotna, K Poplawska, Annika Bürkle, A Windenmann, Julia Seifried
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Abstract

Hintergrund: Kinder mit Ösophagusatresie (ÖA) leiden häufig unter chronischen atemwegsassoziierten Problemen wie rezidivierenden Infekten, chronischen Husten, wiederholten Pneumonien und Einschränkung der Belastbarkeit bei körperlichen Aktivitäten, die durch anatomische Besonderheiten (z. B. Tracheo-Bronchomalazie, teils bis ins Erwachsenenalter [1]) und sekundäre Faktoren (z. B. Folgen der invasiven Beatmung, thorakaler Eingriffe, gastroösophagealer Reflux mit Aspirationen) bedingt sind. Genaue Daten zur Häufigkeit von Komplikationen an den Atemwegen sind nicht verfügbar, in Studien schwankt die Inzidenz zwischen 1/3 der Patienten und 80% [2], [3]. Auch eine zunehmende Verschlechterung der Lungenfunktion vom Kindes- bis zum Erwachsenenalter wurde in den letzten Publikationen dargestellt [1, 4-6]. Daneben bestehen oft Schluckstörungen, assoziierte Fehlbildungen und psychosoziale Belastungen, die eine ganzheitliche Betreuung erfordern. Rehabilitationskonzept: Das vorgestellte Rehabilitationskonzept wurde in Kooperation mit dem KEKS e.V., einer Patientenorganisation für Speiseröhrenerkrankungen entwickelt. Es zielt darauf ab, atemwegsbezogene Einschränkungen zu lindern, zukünftige pulmonale Folgeschäden zu verhindern und eine interdisziplinäre, ganzheitliche Betreuung zu gewährleisten – inklusive der Behandlung von Schluckstörungen und der Unterstützung bei psychosozialen Herausforderungen. Das Konzept umfasst: Atemwegsfokus: Individuelle Atemphysiotherapie, Inhalationstechnik & -therapie und Schulung der Eltern und der Kinder (inkl. Kinderschulungen). Ganzheitliche Betreuung mit Sporttherapie, Logopädie, Psychologie und Sozialdienst. Elternintegration: Elternschulungen, praktische Anleitung und Beratung, um die Compliance und den Umgang mit dem Krankheitsbild zu verbessern. Ernährungsberatung: mit Fokus auf gastroösophagealen Reflux und dessen Einfluss auf die Atemwege oder Mangelernährung, je nach Bedürfnis des Kindes. Erste Erfahrungen: In der vorläufigen Auswertung der Fragebögen bewerten Kinder und Eltern das Konzept sehr positiv. Es zeigten sich auch Tendenzen zur Reduktion von Infekthäufigkeit und der Verbesserung der Belastbarkeit. Eine systematische Auswertung steht noch aus und wird auf dem Poster präsentiert. Fazit: Das vorgestellte Rehabilitationskonzept bietet eine innovative, ganzheitliche Strategie zur Verbesserung der atemwegsbezogenen Morbidität bei Kindern mit Ösophagusatresie. Literaturverzeichnis: [1-6] kann auf Anfrage zugesandt werden. Publication History Article published online: 26 February 2026 © 2026. Thieme. All rights reserved. Georg Thieme Verlag KG Oswald-Hesse-Straße 50, 70469 Stuttgart, Germany

Fields of Study & Subjects

Tracheal and airway disorders Esophageal and GI Pathology Dysphagia Assessment and Management

Publication details

Journal / source
Klinische Pädiatrie
Volume
238
Publication date
1 February 2026
Language
DE