Sprachpolitik als Politikanalyse: Nutzen, Kosten und Verwaltungsgebiete

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Authors: Bengt‐Arne Wickström
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Abstract

Der Artikel stellt ein auf Kosten-Nutzen-Überlegungen aufbauendes Modell für Sprachpolitik zugunsten einer Minderheitensprache auf. Die Sprachpolitik wird durch Politikmaßnamen, die einzeln oder kombiniert implementiert werden können, beschrieben. Die Kosten der Implementierung einer Politikmaßnahme hängen von der Anzahl der Mitglieder der Minderheit und derer geografischer Siedlungsstruktur ab. Zur Beschreibung einer Politikmaßnahme wird der Begriff Effizienzfront eingeführt, die einen Zusammenhang zwischen der Anzahl der Individuen der Minderheit und derer räumlicher Dichte beschreibt und Verwaltungsgebiete in zwei Gruppen teilt. In Gebieten, wo die Zahl und Dichte der Individuen der Minderheit größer sind als entsprechende Werte auf der Effizienzfront, ist es effizient, die Maßnahme zu implementieren; sind die Werte in dem Verwaltungsgebiet geringer als auf der Effizienzfront, ist die Implementierung ineffizient. Die Größe möglicher Verwaltungsgebiete wird mit der Effizienzfront verglichen, und eine optimale Größe, die die Effizienz optimiert, wird gesucht. Dieses Problem wird für unterschiedliche Politikmaßnahmen analysiert. Die Ergebnisse dieser Analyse werden auf die Gebietsstruktur in der südlichen Slowakei und in Siebenbürgen angewandt.

Fields of Study & Subjects

Minority Rights and Languages Multilingual Education and Policy Linguistic and Sociocultural Studies

Publication details

Journal / source
Publication Server of the Institute for German Language (Institute for German Language)
Publication date
30 January 2026
Language
DE