176177Poimenik und Kirchentheorie intersektional gelesen: Armut, Einsamkeit und die Macht der Teilhabe
Abstract
Zusammenfassung: Der Beitrag beleuchtet die intersektionale Verwobenheit von Armut und Einsamkeit innerhalb der kirchlichen Praxis und deren theoretische Reflexion.Ausgehend von diversen soziologischen Studien sowie anhand von theologischen und biblischen Perspektiven wird aufgezeigt, dass Armut als soziales Stigma mit beschämenden, teilhabeverhindernden Dynamiken einhergeht.Eine darauf reagierende Seelsorge wird als gelebte Teilhabe verstanden, die sowohl individuelle Ressourcen stärken als auch kirchlich-institutionelle Exklusionsmechanismen kritisch hinterfragen und entkräften kann.Diese teilhabesensible Seelsorgepraxis trägt zur Rehabilitierung subjektiver Würde bei und eröffnet theologisch fundierte Wege aus sozialer Isolation.Abschließend wird die Notwendigkeit einer kirchentheoretischen Öffnung diskutiert, in der die Kirche als Ort des Dialogs und der Solidarität verstanden wird, die Betroffene nicht nur individuell begleitet, sondern ihnen aktiv Stimme und Handlungsmacht verleiht sowie nachhaltige Gerechtigkeit und gelebte Teilhabe fördert.
Fields of Study & Subjects
Contemporary Christian Leadership and Education
Religious and Theological Studies
Theological Perspectives and Practices
Publication details
- Journal / source
- De Gruyter eBooks
- Pages
- 175–196
- Publication date
- 19 January 2026
- Document type
- Book chapter