176177Poimenik und Kirchentheorie intersektional gelesen: Armut, Einsamkeit und die Macht der Teilhabe

Read full text
Authors: Christine Wenona Hoffmann
Cited by: 0
References: 42

Abstract

Zusammenfassung: Der Beitrag beleuchtet die intersektionale Verwobenheit von Armut und Einsamkeit innerhalb der kirchlichen Praxis und deren theoretische Reflexion.Ausgehend von diversen soziologischen Studien sowie anhand von theologischen und biblischen Perspektiven wird aufgezeigt, dass Armut als soziales Stigma mit beschämenden, teilhabeverhindernden Dynamiken einhergeht.Eine darauf reagierende Seelsorge wird als gelebte Teilhabe verstanden, die sowohl individuelle Ressourcen stärken als auch kirchlich-institutionelle Exklusionsmechanismen kritisch hinterfragen und entkräften kann.Diese teilhabesensible Seelsorgepraxis trägt zur Rehabilitierung subjektiver Würde bei und eröffnet theologisch fundierte Wege aus sozialer Isolation.Abschließend wird die Notwendigkeit einer kirchentheoretischen Öffnung diskutiert, in der die Kirche als Ort des Dialogs und der Solidarität verstanden wird, die Betroffene nicht nur individuell begleitet, sondern ihnen aktiv Stimme und Handlungsmacht verleiht sowie nachhaltige Gerechtigkeit und gelebte Teilhabe fördert.

Fields of Study & Subjects

Contemporary Christian Leadership and Education Religious and Theological Studies Theological Perspectives and Practices

Publication details

Journal / source
De Gruyter eBooks
Pages
175–196
Publication date
19 January 2026
Document type
Book chapter