Martial und das antike Epigramm

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Authors: Niklas Holzberg
Cited by: 123

Abstract

Der römische Dichter Martial, Klassiker des antiken Epigramms, wurde bis in die 1980er Jahre nicht literaturwissenschaftlich interpretiert, sondern diente lediglich als (vermeintlich authentischer) Zeuge für das Leben im alten Rom. 1988 legte Niklas Holzberg mit seiner Einführung die erste moderne Martial-Monographie vor. Da nun auch bald immer mehr auf die Textanalyse konzentrierte Untersuchungen entstanden, publizierte der Autor 2002 eine grundlegend überarbeitete Version, die, 2012 nachgedruckt, jetzt einer erneuten Aktualisierung bedurfte. Wie bereits in der dritten Auflage ist der Gattungskontext der Epigramme Martials weit stärker als ursprünglich in den Blick genommen. Nun werden auch die von unbekannten Dichtern der Kaiserzeit als Werke Vergils und Senecas verfassten Epigramme ebenso ausführlich gewürdigt wie diejenigen eines Anonymus, dessen Thema die mit dem Gartengott Priap verbundenen Obszönitäten sind. Auch die Epigramme der 16 Bücher umfassenden Griechischen Anthologie , deren älteste aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. stammen, bezieht Holzberg in seine vergleichende Übersicht ein. Die seit 2000 besonders zahlreich gewordenen philologischen Arbeiten, welche die umfangreiche Bibliographie verzeichnet, werden für die aktualisierte Fassung des Buchs erschlossen.

Fields of Study & Subjects

Historical Religious and Philosophical Studies Literary and Cultural Studies Classical Antiquity Studies

Publication details

Publisher
De Gruyter
Publication date
27 March 2026
Language
DE
Document type
Book