147Zur Genese polyfunktionaler grammatischer Formen

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Authors: Eric Fuß
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Abstract

Der Beitrag diskutiert die Entstehung polyfunktionaler grammatischer Formen am Beispiel der diachronen Ausbreitung von w-Relativa im Deutschen. Im Mittelpunkt steht die Beobachtung, dass die (ursprünglich verallgemeinernde) Form was den konkurrierenden Marker das als Default-Relativum abgelöst hat. Diese Umkehr der Markiertheitsverhältnisse wird auf eine Reanalyse der Lizenzierungsbedingungen für Relativa zurückgeführt, durch die im Frnhd. semantische Kriterien für die Wahl zwischen d-und w-Formen durch grammatische Bedingungen ersetzt wurden. Die Befunde legen nahe, dass polyfunktionale Marker nicht nur das Resultat von Formzusammenfall sind, sondern auch dadurch entstehen können, dass die Anwendungskontexte für einen konkurrierenden Marker spezifischer werden.

Fields of Study & Subjects

Syntax Semantics Linguistic Variation Linguistics and language evolution Historical Linguistics and Language Studies

Publication details

Journal / source
De Gruyter eBooks
Pages
1–24
Publication date
6 February 2026
Language
DE
Document type
Book chapter