251Irrelevanzkonditionale als emergente Konstruktionsfamilie

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Authors: Torsten Leuschner
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References: 28

Abstract

Gegenstand dieses Beitrags sind Irrelevanzkonditionale als Beispiel unauf-fälligen und doch nachweisbaren Sprachwandels im heutigen Deutsch. Ausgangs-punkt ist die Beobachtung, dass einige Mitglieder der irrelevanzkonditionalen Konstruktionsfamilie Merkmale emergenter Grammatik samt Phänomenen kon-struktioneller Gradienz im Übergang zu interrogativ(ähnlich)en Nachbarkonstruk-tionen aufweisen. Aufgrund neuerer Forschungsergebnisse bietet der Beitrag einen Überblick über die (synchronische) Evidenz für die betreffenden Wandelvorgänge. Entgegen der Annahme, dass Irrelevanzkonditionalgefüge eine permanente, zwi-schen Diskurs und Syntax stagnierende Grammatikalisierungsbaustelle bilden, zei-gen sich bei den Subordinatoren Schematisierungen samt teilspezifizierten Sub-konstruktionen, die die betreffenden Satzverbindungen als hypotaktisch ausweisen. Abschließend werden einige weiterführende (vor allem diachronische) Forschungs-desiderata benannt.

Fields of Study & Subjects

Syntax Semantics Linguistic Variation Linguistic Variation and Morphology Linguistics and language evolution

Publication details

Journal / source
De Gruyter eBooks
Pages
251–274
Publication date
6 February 2026
Language
DE
Document type
Book chapter