Zerebrales MRT bei Kindern mit post-neonatal erworbenen hypoxischen Ereignissen

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Authors: Staudt, Katharina
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Abstract

In dieser Arbeit gelang es, einen charakteristischen zeitlichen Ablauf von MRT- Signalstörungen zu beschreiben, anhand dessen Kinder mit besonders „ungünstigem“ Outcome innerhalb eines Kollektivs neurologisch beeinträchtigter Kinder nach einem akuten hypoxisch-ischämischen Ereignis identifiziert werden konnten. Die Prädiktion einer besonders schweren hypoxisch-ischämischen Schädigung und entsprechend „ungünstigem“ Outcome gelang in dieser Arbeit am besten in der Frühphase nach Ereignis (idealerweise an Tag 4 oder 5) mittels Diffusionswichtung: Ein „ungünstiges“ Outcome war mit Diffusionsstörungen von Globus pallidus und Substantia nigra sowie einer verzögerten Pseudonormalisierung von Diffusionsstörungen des Striatum (Putamen und Nucleus Caudatus) verbunden. Ein zweites wesentliches Ergebnis dieser Arbeit war die Beobachtung, dass Diffusionsstörungen der weißen Substanz nie in der Frühphase nach hypoxischem Ereignis auftraten, sondern immer erste einige Tage später, mit maximaler Häufigkeit (und zu 100% bei Kindern mit ungünstigem Outcome!) im Zeitraum 6-9 Tage nach Ereignis. Diese Beobachtung klärt die teilweise widersprüchlichen Erklärungen für dieses Phänomen in der Literatur, das demnach insbesondere in Verlaufs-MRTs nach Tag 4-5 als regelhaftes Geschehen und nie als „zusätzliche Pathologie“ diagnostiziert werden muss.

Fields of Study & Subjects

Neonatal and fetal brain pathology Advanced MRI Techniques and Applications Neurological Complications and Syndromes

Publication details

Journal / source
Universitätsbibliothek Tübingen
Publication date
8 January 2026
Language
DE