Der Zusammenhang zwischen Body Mass Index, Gewichtszunahme und oxidativem Stress (8-iso-PGF2α) während der Schwangerschaft – eine prospektive Humanstudie

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Authors: Finja Then
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Abstract

Ein erhöhter Body Mass Index (BMI) sowie eine starke Gewichtszunahme während der Schwangerschaft sind mit negativen gesundheitlichen Auswirkungen für die werdende Mutter und das ungeborene Kind assoziiert. Schwangerschaftskomplikationen wie Gestationsdiabetes und Präeklampsie treten bei übergewichtigen und adipösen Schwangeren häufiger auf. Als möglicher biologischer Mechanismus, der diesem Zusammenhang zugrunde liegt, wird oxidativer Stress diskutiert. Bei einem Ungleichgewicht zugunsten der reaktiven Sauerstoffspezies kann es intrazellulär durch Oxidation von Basen zu Fehlpaarungen und Mutationen und in der Folge zu genomischer Instabilität, Zyklusarrest und Störung der Signaltransduktion kommen. Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Übergewicht vor der Schwangerschaft und der Gewichtszunahme in der Schwangerschaft mit Konzentrationen an 8-iso-PGF2α, einem Biomarker für oxidativen Stress. Im Rahmen der Studie „Mütterliche Erfahrungen während der Schwangerschaft und Gesundheit des Kindes“ (MEKs-Studie) wurden 156 Probandinnen zu zwei Zeitpunkten in der Schwangerschaft untersucht (10.-16. Schwangerschaftswoche (SSW) und 30.-35. SSW). 8-iso-PGF2α -Konzentrationen wurden aus Plasmaproben mit Hilfe eines kompetitiven Enzyme-linked Immunosorbent Assays (ELISA) bestimmt. Der BMI vor sowie zu beiden Zeitpunkten in der Schwangerschaft wurde berechnet und die Gewichtszunahme anhand der Empfehlungen des Institut of Medicine (IOM) abhängig vom BMI vor der Schwangerschaft kategorisiert. Nach der WHO-Klassifikation waren 71,2 % der Schwangeren vor Beginn der Schwangerschaft normalgewichtig, 12,2 % der Frauen übergewichtig und 7,7 % der Gruppe adipös. 26 % zeigten eine normale, 60,4 % eine zu hohe und 13,6 % eine zu niedrige Gewichtszunahme. Von der frühen bis zur späten Schwangerschaft zeigt sich kein signifikanter Anstieg von 8-iso-PGF2α. Zudem kann in der überwiegend normalgewichtigen Studienpopulation kein signifikanter Zusammenhang zwischen dem BMI vor der Schwangerschaft und dem mittleren Level an oxidativem Stress in der frühen und späten Schwangerschaft sowie der Veränderung von 8-iso-PGF2α zwischen beiden Messzeitpunkten in der Schwangerschaft nachgewiesen werden. Auch die Annahme eines positiven Zusammenhangs der Gewichtszunahme während der Schwangerschaft und den 8-iso-PGF2α-Werten in der späten Schwangerschaft und der Veränderung von 8-iso-PGF2α zwischen den beiden Messzeitpunkten kann nicht bestätigt werden. Es bedarf weiterer Untersuchungen, um Präzision und Genauigkeit der Messung von Biomarkern für oxidativen Stress zu erhöhen. Dies bildet die Grundlage für weitere Forschungsvorhaben in klinischen Populationen zu oxidativem Stress in der Schwangerschaft, die wichtig sind, um die pathophysiologischen Mechanismen der Folgen von Übergewicht für die Gesundheit von Mutter und Kind besser aufschlüsseln und gezielte therapeutische Interventionen ableiten zu können.

Fields of Study & Subjects

Gestational Diabetes Research and Management Pregnancy and preeclampsia studies Antioxidant Activity and Oxidative Stress

Publication details

Publication date
1 January 2026
Language
DE
Document type
Thesis