Vergleich der anatomischen Curricula an deutschen Universitäten im Studiengang Zahnmedizin

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Authors: Felicia Mona-Linda Cynthia Pohl
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Abstract

EINLEITUNG Das Fach Anatomie stellt ein elementares Grundlagenfach innerhalb des Studiengangs Zahnmedizin dar. Es gibt jedoch keine aktuellen Daten darüber, in welchem Umfang und welcher Tiefe das anatomische Wissen den Zahnmedizinstudierenden an den deutschen Universitäten vermittelt wird. Ein Vergleich der anatomischen Curricula im Studiengang Zahnmedizin an deutschen Universitäten, sowie zu bestehenden kompetenzbasierten Lernzielkatalogen wie dem Kernlehrplan für Anatomie der Anatomischen Gesellschaft für Zahnmedizinstudierende und dem nationalen kompetenzbasierten Lernzielkatalog Zahnmedizin, soll die Unterschiede der anatomischen Ausbildung aufzeigen und dabei helfen einen einheitlichen optimalen Lehr- und Lernplan zu erstellen. METHODEN An der Studie beteiligten sich alle 30 Universitäten in Deutschland, die den Studiengang Zahnmedizin als Vollzeitstudium mit dem Abschluss Staatsexamen anbieten. Die Befragung und Datenerhebung erfolgte von Oktober 2020 bis April 2021. ERGEBNISSE Die Mehrheit der Universitäten unterrichtet die Zahnmedizinstudierenden nach einem traditionellen Lehransatz (96,67 %). An 60 % der Universitäten haben die Studierenden der Zahnmedizin von den Humanmedizinstudierenden getrennte makroskopische Kurse. Das Fach Anatomie begleitet die Zahnmedizinstudierenden je nach Universität für zwei bis fünf Semester. An allen anatomischen Instituten präparieren die Zahnmedizinstudierenden den Kopf-Hals-Bereich und befassen sich mit der makroskopischen Anatomie des Brust-, Bauch- und Retrositus mit nur marginalen Unterschieden hinsichtlich des Umfangs und der Tiefe. Die Anatomie der gesamten oberen Extremität ist an 23,33 %, die der unteren Extremität an 26,67 % und die inneren und äußeren Geschlechtsorgane an 66,67 % der Universitäten Teil des makroskopischen Prüfungs- und Lehrplans. An 10 % der Universitäten haben die Zahnmedizinstudierenden keinen neuroanatomischen Präparierkurs. Die Unterschiede bezüglich der vermittelten mikroskopischen Lehrinhalte beschränken sich auf die Zytologie und die Reproduktionsorgane. SCHLUSSFOLGERUNG Alle anatomischen Institute lehren den Zahnmedizinstudieren die Kopf-Hals-Anatomie sowie die des Brust-, Bauch- und Retrositus, was einen Konsens bezüglich der Relevanz für die zahnärztliche Tätigkeit widerspiegelt. Im Gegensatz dazu, variieren die Lehransätze hinsichtlich der anatomischen Kenntnisse über die Extremitäten, Geschlechtsorgane und Neuroanatomie interinstitutionell stärker. Auch bezüglich des gemeinsamen oder getrennten Unterrichts zwischen Human- und Zahnmedizinstudierenden konnten Unterschiede ermittelt werden. Eine Förderung des Austausches und der Diskussion der diversen Lehransätze der zahnmedizinischen Lehre könnte zukünftig einen wertvollen Beitrag zur Konzeptionierung eines optimalen anatomischen Curriculums leisten.

Fields of Study & Subjects

Anatomy and Medical Technology Innovations in Medical Education Undergraduate Neuroscience Education and Research

Publication details

Publication date
1 January 2026
Language
DE
Document type
Thesis