Klinische, funktionelle und radiologische Ergebnisse nach Tarsometatarsale-I Arthrodese mit Nitinol-Kompressionsimplantaten zur Therapie des Hallux valgus

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Authors: Jonas Nikolas Janik
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Abstract

Hintergrund Die Tarsometatarsale (TMT)-I-Arthrodese ist eine etablierte Behandlungsmethode zur Therapie des Hallux valgus bei Metatarsus primus varus und TMT-I-Instabilität, für die eine Vielzahl von verschiedenen Implantaten zur Verfügung stehen. Unter diesen Optionen stellen Nitinol-Kompressionsimplantate eine neuartige Fixierungsmethode dar. Hypothesen Ziel der Studie war es, die Auswirkung der operativen Versorgung mit einer Tarsometatarsale-I-Arthrodese unter Verwendung von Nitinol-Kompressionsimplantaten auf die Heilungsrate, die funktionellen und radiologischen Ergebnisse und die plantare Druckverteilung zu untersuchen. Material und Methodik Es wurden 35 weibliche Patientinnen (52,5 ± 11,5 Jahre) eingeschlossen, die aufgrund eines Hallux valgus bei Metatarsus primus varus und TMT-I-Instabilität mit einer Tarsometatarsale-I-Arthrodese unter Verwendung von Nitinol-Kompressionsimplantaten operiert wurden. Nach einem Nachuntersuchungszeitraum von mindestens sechs Monaten (Follow-up 16,8 ± 6,7 Monate) wurde eine Ganganalyse nach einem standardisierten Protokoll unter Verwendung von kabellosen Druckmesssohlen durchgeführt. Der deutschsprachige Foot Function Index, die visuelle Analogskalen für Schmerzen und Funktionseinschränkung, sowie die radiologischen Parameter wurden standardisiert prä- und postoperativ erfasst. Ergebnisse Es zeigte sich eine hohe Konsolidierungsrate der TMT-I-Arthrodese von 97%. Ausgehend von einem vergrößerten durchschnittlichen präoperativen Hallux valgus Winkel (36,4°± 9,3°) und Intermetatarsalwinkel (15,3° ± 4,1°) zeigten sich postoperativ im Mittel physiologische Werte (Hallux valgus Winkel: 17,0°± 8,0° und Intermetatarsalwinkel: 9,1°± 4,5°). Die im Foot Function Index und der Visuellen Analogskala erfassten Beschwerden reduzierten sich im Vergleich prä- zu postoperativ um mehr als die Hälfte. Es zeigten sich statistisch signifikante Unterschiede in der plantaren Belastung zwischen operierter Extremität und nicht-operierter Gegenseite. Der Druckimpuls zeigte sich im Bereich der medialen Fußsohle der operierten Extremität beim Gehen in der Ebene auf ebenem (p = 0,015) und unebenem Untergrund (p = 0,021), sowie beim Hinaufsteigen einer Rampe auf ebenem (p= 0,036) und unebenem (p = 0,041) Untergrund geringer. Der Druckimpuls der lateralen Fußsohle der operierten Extremität zeigte sich beim Hinaufsteigen einer unebenen Rampe größer (p = 0,025). Schlussfolgerung Der Vorteil bei der Verwendung von Nitinol-Kompressionsimplantaten liegt in der minimalinvasiven Verfahrensweise mit einer hohen Konsolidierungsrate. Das Verfahren zeigt sich effektiv in der Reduktion von Schmerzen und Funktionseinschränkung und geeignet zur Winkelkorrektur. Nach operativer Korrektur der Hallux valgus und Metatarsus primus varus Fehlstellung scheint es Unterschiede in der plantaren Druckverteilung zwischen der operierten und nicht operierten Gegenseite zu geben.

Fields of Study & Subjects

Foot and Ankle Surgery Lower Extremity Biomechanics and Pathologies Bone fractures and treatments

Publication details

Publication date
1 January 2026
Language
DE
Document type
Thesis