Die Kombination von Strain mit e prime ist ein neuer Marker in der Diagnostik von Herzinsuffizienz

Read full text
Authors: Laura Astrid Motzkus
Cited by: 0

Abstract

Hintergrund Herzinsuffizienz ist ein führender Grund für Hospitalisierung und Sterblichkeit mit weltweiter Zunahme an Prävalenz. Maßgeblich für eine gute Prognose ist der möglichst frühe Zeitpunkt der Diagnosestellung. Dies ist besonders in der Diagnostik von HFmrEF und HFpEF eine Herausforderung. Ziel der Studie Ziel dieser klinischen Studie war es, Patient*innen aus allen Subgruppen der Herzinsuffizienz ausführlich zu untersuchen und insbesondere die Ergebnisse der Strain-Untersuchungen aus dem MRT in Kombination mit etablierten Echomarkern (é) zu bewerten und abschließend eine Aussage über die Zuverlässigkeit der einzelnen diagnostischen Marker zu treffen. Material und Methoden In dieser prospektiven klinischen Querschnittsstudie wurden Patient*innen mit HFrEF, HFmrEF, HFpEF sowie herzgesunde Kontrollen in zwei Zentren untersucht. Zu den erhobenen Daten gehören unter anderem Laborparameter (NTproBNP), ein 6-Minuten-Gehtest, der Minnesota Living With Heart Failure Questionnaire und Messwerte aus Echokardiographie (septaler e prime, lateraler e prime, E/é) und kardialem MRT (GCS, GLS, GRS). Die statistischen Berechnungen wurden mit Microsoft Excel und IBM SPSS Statistics durchgeführt. Ergebnisse Es wurden 15 HFrEF-Patient*innen, 17 HFmrEF-Patient*innen, 19 HFpEF-Patient*innen und 17 Proband*innen aus der Kontrollgruppe in die Studie eingeschlossen. Im Vergleich der Subgruppen absolvierten die HFpEF-Patient*innen die geringste Gehstrecke, hatten den größten Anteil von NYHA 3-Patient*innen und erreichten die höchste Punktzahl in der Befragung zur Lebensqualität. Im MRT zeigte sich eine Zunahme des Strains mit größerer EF (HFrEF: LV GCS: -10,81%, LV GLS: -10,83%; HFmrEF: LV GCS: -12,7%, LV GLS: -15,75%; HFpEF: LV GCS: -16,6%; LV GLS: -18,79%; Kontrollgruppe: LV GCS: -18,64%, LV GLS: -20,14%). In der Echokardiographie unterschieden sich die HI-Gruppen von der Kontrollgruppe insbesondere durch die Messung des septalen e prime mit folgenden Medianen: HFrEF: 0,0523 m/s; HFmrEF: 0,0547 m/s; HFpEF: 0,0543 m/s; Kontrollgruppe: 0,0733 m/s. Zusätzlich konnte eine signifikante positive Korrelation zwischen den einzelnen Strain-Werten und NTproBNP sowie eine signifikante negative Korrelation zwischen dem septalen e prime und NTproBNP gezeigt werden. Die ROC-Analyse ergab eine signifikante diagnostische Aussagekraft von Strain in HFrEF, HFpEF und der Kontrollgruppe sowie von septalem e prime in der Kontrollgruppe. Schlussfolgerung Die Gruppe der HFpEF-Patient*innen erfährt sowohl körperlich als auch in der Lebensqualität die größte Beeinträchtigung. LV GLS und LV GCS haben eine signifikante diagnostische Aussagekraft für die gesunde Kontrollgruppe, HFpEF und HFrEF, nicht jedoch für HFmrEF. Septaler e prime hat eine signifikante diagnostische Aussagekraft für die Kontrollgruppe. In einer Kohorte von kompensierten HI-Patient*innen ist die Bestimmung von LV GLS, LV GCS sowie septalem e prime eine ergänzende Methode für die Diagnose einer HI.

Fields of Study & Subjects

Cardiovascular Function and Risk Factors Heart Failure Treatment and Management Cardiac Imaging and Diagnostics

Publication details

Publication date
1 January 2026
Language
DE
Document type
Thesis