Eisenmangel in Patienten mit Vorhofflimmern vor Pulmonalvenenisolation
Abstract
Eisen ist das häufigste Spurenelement im menschlichen Körper und von entscheidender Bedeutung für zahlreiche Stoffwechselprozesse. Sowohl ein Eisenmangel als auch eine Eisenüberladung haben weitreichende Folgen für den Organismus und Eisenmangel stellt eine wichtige Komorbidität für diverse Erkrankungen dar mit Einfluss auf Symptomlast und Prognose. Bei Patienten mit Herzinsuffizienz ist bei Eisenmangel eine erhöhte Morbidität und Mortalität beschrieben und die Behandlung hat Einklang in die moderne Herzinsuffizienztherapie gefunden. Die vorliegende Studie untersucht die Prävalenz von Eisenmangel bei Patienten mit Vorhofflimmern und den Einfluss von Eisenmangel auf den klinischen Verlauf nach Pulmonalvenenisolation. Dazu untersuchten wir 164 Patienten mit symptomatischem persistierendem oder paroxysmalem VHF mit normaler systolischer LV-Funktion und geplanter PVI. Mit 41,8% zeigt sich eine ähnlich hohe Prävalenz von Eisenmangel wie im Kollektiv der Herzinsuffizienzpatienten ohne signifikanten Unterschied zwischen Patienten mit paroxysmalem oder persistierendem VHF. Zudem zeigt sich eine erhöhte Rate an Eisenmangel bei Patienten mit Rezidiv von VHF nach Ablation. Eisenmangel erscheint damit als möglicher neuer Ansatzpunkt in der Behandlung von VHF.
Fields of Study & Subjects
Atrial Fibrillation Management and Outcomes
Iron Metabolism and Disorders
Cardiac Arrhythmias and Treatments
Publication details
- Publication date
- 1 January 2026
- Language
- DE
- Document type
- Thesis