Analyse der PD-L1 Expression in Primärtumoren und verschiedenen Arten von Metastasen und deren Wertigkeit als prädiktiver Marker der Checkpoint-Immuntherapie bei Patienten mit metastasiertem Melanom

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Authors: Mona Kimmig
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Abstract

In fortgeschritteneren Erkrankungsstadien des malignen Melanoms (ab AJCC Stadium IIIA) bildet programmed cell death protein-1- (PD-1)-basierte Therapie mit Immuncheckpointinhibitoren das wesentliche Grundgerüst der aktuellen Therapie. Die Expression von programmed death-ligand 1 (PD-L1) auf Tumorzellen repräsentiert einen der wenigen Biomarker, die den Therapieerfolg vorhersagen können, allerdings bisher ohne Angabe zum Ursprung der Gewebeprobe. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Unterschiede der PD-L1-Expression in den verschiedenen Tumorgeweben von Melanompatienten darzustellen sowie ihren jeweiligen prädiktiven Wert für den anti-PD1-Therapieerfolg zu untersuchen. Diese Dissertation basiert auf der prospektiven Sammlung und Auswahl von Patienten mit metastasiertem Melanom und mit wiederholten PD-L1-Tests. Diese Gewebeproben wurden untersucht und das Progressionsfreies Überleben und Gesamtüberleben wurden mit der auf verschiedenen Ursprungsgeweben quantifizierten PD-L1-Expression (Klon 28-8; Cut-off ≥5%) in den Tumoren korreliert. Eine positive Tumor-PD-L1-Expression in Lymphknotenmetastasen korrelierte mit signifikant längeren Gesamtüberlebenszeiten (n:122, p:0,0074), während die PD-L1-Expression in Primärtumoren (n: 121, p:0,82) und Hautmetastasen (n:143, p:0,82) keine signifikante Vorhersage eines Überlebensvorteils boten. Fernmetastasen wiesen einen signifikanten Vorhersagewert für das progressionsfreie Überleben auf (n:75, p: 0,0012). Der Vergleich von PD-L1-Expression zwischen Primärtumoren und Metastasen (mit und ohne Hautmetastasen) des gleichen Patienten zeigte signifikante Unterschiede in der prognostischen Aussagekraft, wobei Lymphknoten- und Fernmetastasen (n: 64, OFS p: 0,019; PFS p: 0,010) zuverlässige Vorhersagen für die Therapieantwort lieferten. Zusammenfassend zeigt diese Arbeit, dass der Wert der PD-L1-Analyse zur Vorhersage, ob ein Patient von einer Anti-PD1-basierten Checkpointtherapie profitieren wird, je nach untersuchtem Ursprungsgewebe erheblich variiert. Während Lymphknotenmetastasen geeignet sind, Patienten hinsichtlich der Therapieantwort zu stratifizieren, sind Hautmetastasen dies nicht. Daher sollte die PD-L1-Analyse in der Klinik nach Möglichkeit nicht an Hautmetastasen durchgeführt werden. Um die beobachteten Unterschiede zu verstehen, wären weiterführende spezifische molekulare Analysen notwendig.

Fields of Study & Subjects

Cancer Immunotherapy and Biomarkers Cutaneous Melanoma Detection and Management Melanoma and MAPK Pathways

Publication details

Journal / source
DuEPublico (University of Duisburg-Essen)
Publication date
4 February 2026
Language
DE
Document type
Thesis