Schneller und besser? Ein In-vitro-Vergleich eines „no wait“ Universaladhäsivs mit einem Etch-and-Rinse-Adhäsiv bei Anwendung unterschiedlicher Komposit-Inkrementstärken hinsichtlich des Dentinhaftverbunds

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Authors: Lizann Marie Katharina Kadel
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Abstract

Diese Arbeit verfolgte das Ziel, experimentell zu analysieren, wie sich die Anwendung eines „no wait“ Universaladhäsivs im Self-Etch-Modus im Vergleich zu einem klassischen, mehrschrittigen Etch-and-Rinse-Adhäsiv auf die Dentinhaftung auswirkt, wobei unterschiedliche Komposit-Inkrementstärken berücksichtigt wurden. Innerhalb der In-vitro-Untersuchung wurde dafür die Zugfestigkeit des Dentin-Komposit-Verbunds bei Verwendung von Syntac (Ivoclar Vivadent AG, Schaan, Liechtenstein) mit Clearfil Universal Bond Quick (Kuraray Noritake Dental Inc., Tokyo, Japan) verglichen, die jeweils in Kombination mit dem chromadaptiven Komposit LC Chrome und dem Blocker LC Block (S&C Polymer, Elmshorn, Deutschland) appliziert wurden. Für die Studie wurden insgesamt 40 humane, karies- und restaurationsfreie dritte Molare mit einer Klasse-I-Kavität präpariert. In den randomisiert zugeteilten acht Versuchsgruppen wurde in den Gruppen Sy1 - Sy4 das Mehrkomponenten-Adhäsiv Syntac in der Etch-and-Rinse-Technik verwendet, während in den Gruppen Cl1 - Cl4 das „no wait“ Universaladhäsiv Clearfil Universal Bond Quick in der Self-Etch-Methode zum Einsatz kam. Alle Kavitäten wurden mit LC Chrome und LC Block in variierenden Komposit-Schichtstärken gefüllt. Anschließend wurden die Zähne in Stabproben gesägt und bei diesen mittels Mikrotensilversuch die Bruchkraft an der Dentin-Komposit-Grenze ermittelt. Zur Visualisierung der Dentinbruchflächen wurden Aufnahmen mit einem Rasterelektronen mikroskop angefertigt. Im paarweisen Vergleich erreichen die Clearfil Universal Bond Quick Gruppen jeweils signifikant höhere Haftwerte als die Syntac Gruppen (p-Wert ≤ 0,05), abgesehen von der Gruppe Cl3, deren Werte unter denen von Sy3 liegen, jedoch nicht signifikant abweichen. Bei der Verwendung von Syntac erzielt die Gruppe mit drei dünneren Inkrementen bessere Dentinhaftwerte als die Gruppen mit zwei dickeren Inkrementen, während bei der Verwendung von Clearfil Universal Bond Quick das gegenteilige Ergebnis beobachtet wird. Innerhalb der Syntac Gruppen zeigen sich keine signifikanten Unterschiede in den Haftwerten zwischen der Verwendung von dem chromadaptiven Komposit oder dem Blocker in der Schicht zum Dentin (p-Wert > 0,05). Im Gegensatz dazu weist die Gruppe in Kombination mit Clearfil Universal Bond Quick ohne den Blocker signifikant höhere Werte auf (p-Wert ≤ 0,05). Das „no wait“ Universaladhäsiv Clearfil Universal Bond Quick erzielt in der Self-Etch-Technik höhere Dentinhaftwerte als das Drei-Flaschen-Adhäsiv Syntac im Etch-and-Rinse-Modus. Die Zeitersparnis durch die „no wait“ Strategie des Universaladhäsivs erwies sich in vorliegender Studie als vorteilhaft. Die Inkrementtechnik sollte an das gewählte Adhäsivsystem angepasst werden. Der Verzicht auf einen Blocker führt bei Anwendung von Clearfil Universal Bond Quick zu einer Verbesserung der Dentinhaftung.

Fields of Study & Subjects

Dental materials and restorations Material Properties and Applications Dental Erosion and Treatment

Publication details

Journal / source
open_UMR Marburg DSpace 10.0 (Philipps-Universität Marburg)
Publication date
26 January 2026
Language
DE
Document type
Thesis