Norm und Positionalität

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Authors: Bernward Schmidt
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Abstract

Um Theoriefragen des Faches Kirchengeschichte ist es in den vergangenen Jahren recht ruhig geworden. Die intensiven Diskussionen, die am Ende des 20. Jahrhunderts geführt wurden, sind abgeklungen; entsprechende Fragestellungen werden kaum weiterverfolgt. Was aber bedeutet es, wenn die Kirchengeschichte als „Bürgerin zweier Welten“ oder als „theologisches Fach mit historischer Methode“ bezeichnet wird? Wie können diese Formeln inhaltlich gefüllt werden, damit sie nicht zu Leerformeln verkommen? Dieser Band dokumentiert die Ergebnisse eines Forschungsseminars zum Thema, das an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt abgehalten wurde. Er versammelt Beiträge von Vertreterinnen und Vertretern einer jüngeren Generation im Fach Kirchengeschichte, die hier über ihr Verständnis des Faches und hermeneutische Perspektiven schreiben. Dabei wird kein großer Entwurf einer Fachtheorie vorgelegt, sondern eine Vielzahl hermeneutischer und methodischer Perspektiven beleuchtet, z.B. Material Turn, Narrativität und Digital Humanities. Zugleich werden bei aller Unterschiedlichkeit gemeinsame Herausforderungen deutlich: Die normativen Grundlagen und die eigene Position müssen im Prozess des Geschichte-Schreibens geklärt werden. Aber auch die Gruppe derer, für die Geschichte geschrieben wird, sowie ihre Ansprüche sind zu bedenken. In all diesen Fragen steckt letztlich die Spannung eines Faches zwischen Geschichtswissenschaft und Theologie.

Fields of Study & Subjects

Philosophy History and Historiography Catholicism and Religious Studies Study and Philosophy of Religion

Publication details

Journal / source
Publication Server of the Catholic University Eichstätt-Ingolstadt (Catholic University of Eichstätt-Ingolstadt)
Publication date
12 February 2026
Language
DE
Document type
Book