Evaluierung von Datengrundlagen und Methoden zur Identifizierung drainierter Flächen
Abstract
Im Kontext des Klimawandels ist die Kenntnis zu unterirdischen landwirtschaftlichen Drainagen und deren genaue Lage im Untergrund entscheidend für ein nachhaltiges Wassermanagement. Daher war es das Ziel der hier präsentierten Arbeit, Methoden zur Identifikation von Drainagen in Bayern zu erproben und diese hinsichtlich ihrer Eignung zu bewerten. Die Arbeit wurde im Zusammenhang mit dem Projekt „Drainage_LWH“ durchgeführt und basiert auf Literaturrecherchen, der Digitalisierung von Bestandsplänen sowie GIS-Analysen im Untersuchungsgebiet Wittibreut (Landkreis Rottal-Inn). Als weitere Datengrundlage dienten kostenfreie Satellitendaten (Landsat, Sentinel-2), amtliche Orthophotos, Google-Earth-Daten und analoge historische Pläne. Die Ergebnisse zeigen, dass kostenfreie Satellitendaten für die Erfassung von Drainagen ungeeignet sind. Dagegen liefern Orthophotos und Google-Earth-Daten punktuelle Hinweise, ermöglichen jedoch keine flächendeckende Erfassung. Bestandspläne sind wertvolle Referenzen, jedoch ungenau und teilweise unvollständig. Das Fazit der Arbeit ist, dass eine verlässliche Drainagedetektion hochaufgelöste (< 2 m), multitemporale Fernerkundungsdaten in Kombination mit Bestandsinformationen erfordert.
Fields of Study & Subjects
Engineering and Agricultural Innovations
Remote Sensing in Agriculture
Groundwater and Watershed Analysis
Publication details
- Journal / source
- Gesellschaft für Informatik (GI)
- Publication date
- 1 January 2026
- Language
- DE