Bedeutung digitaler Tools für Beratung und Pflanzenschutzmittelreduktion
Abstract
Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln (PSM) steht zwischen Ertragssicherung, Umweltanforderungen und gesellschaftlicher Akzeptanz. Digitale Tools können den PSM-Einsatz präzisieren und reduzieren, stoßen in der Praxis aber auf Akzeptanz- und Umsetzungshemmnisse. Eine Online-Befragung (n=192) in Nordrhein-Westfalen vergleicht klassische BeratungsnutzerInnen mit HybridnutzerInnen, die zusätzlich digitale Entscheidungshilfen verwenden. HybridnutzerInnen bewirtschaften tendenziell kleinere Betriebe, übernehmen häufiger selbst Verantwortung für den Pflanzenschutz und nutzen eine breitere Palette klassischer und digitaler Informationsquellen. Prognosemodelle und Warndienste werden von ihnen deutlich positiver bewertet. Beide Gruppen sehen klassische agronomische Maßnahmen als zentrale präventive Instrumente an; digitale Ansätze werden differenzierter beurteilt. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung hybrider Beratungsformen, in denen klassische, fachlich fundierte Beratung mit digitalen Tools kombiniert wird. Für eine breitere Akzeptanz digitaler Lösungen sind Praxistauglichkeit, Interoperabilität und klar kommunizierte ökonomische Vorteile entscheidend.
Fields of Study & Subjects
Smart Agriculture and AI
Agricultural Development and Management
Agricultural Innovations and Practices
Publication details
- Journal / source
- Gesellschaft für Informatik (GI)
- Publication date
- 1 January 2026
- Language
- DE