Energiewende-Monitor: positiver Trend, aber noch mehr Tempo nötig
Abstract
Die Energiewende leistet einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz. Sie umfasst nicht nur den Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung, sondern auch deren Nutzung in den Verkehrs- und Wärmesektoren. Der DIW Energiewende-Monitor beleuchtet den aktuellen Stand und die Trends des letzten Halbjahres für ausgewählte Schlüsseltechnologien. Der Ausbau der Solar- und Windenergie schreitet demnach voran, muss aber weiter beschleunigt werden, um die gesetzlichen Ziele zu erfüllen. Dabei hat die Windkraft ihren Rückstand zuletzt vermindern können. Die Wärmewende kommt langsamer voran als nötig, aber Wärmepumpen haben zuletzt immerhin einen Rekordanteil an den Neuinstallationen erreicht. Auch im Mobilitätsbereich zeigen steigende Neuzulassungsanteile, dass Elektrofahrzeuge mittlerweile nicht nur bei Pkw, sondern auch bei Lkw im Markt angekommen sind. Die Neuzulassungen und erst recht die Flottenanteile sind aber noch vergleichsweise gering. Im Stromsektor bleibt die Steigerung der Flexibilität wichtig, auch wenn sich zumindest die Problematik der negativen Strommarktpreise zuletzt etwas entspannt hat. Der Zubau von Großbatterien zieht leicht an und könnte bald noch sehr viel schneller erfolgen. Die Voraussetzungen für ein beschleunigtes Energiewendetempo sind gut und sollten von der Politik genutzt werden – nicht nur aus Gründen des Klimaschutzes, sondern auch, um weniger abhängig von fossilen Energieimporten zu werden.
Fields of Study & Subjects
Renewable Energy and Sustainability
Integrated Energy Systems Optimization
Renewable energy and sustainable power systems
Publication details
- Journal / source
- Econstor (Econstor)
- Publication date
- 1 January 2026
- Language
- DE