Repräsentationalismus und verkörperter Geist

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Authors: Karl Leidlmair
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Abstract

Die Kontroverse zwischen einer repräsentationalen Theorie des Geistes und ihren Gegenspielern in der Phänomenologie und der Neurobiologie prägte in den letzten Jahrzehnten die Debatte in der Philosophie des Geistes. Beide Lager konnten treffende Argumente anführen. So ist für den Repräsentationalismus die Verarbeitung mentaler Repräsentationen im Kopf eines Kognizierenden eine unabdingbare Voraussetzung dafür, um Kognition sinnvoll beschreiben zu können. Von antirepräsentationalistischer Seite wird dagegen eingewendet, dass ein großer Teil unserer kognitiven Fähigkeiten in einem impliziten Hintergrundwissen verankert ist und sich daher nur unvollständig in expliziten mentalen Repräsentationen darstellen lässt. Demgegenüber wird im vorliegenden Artikel argumentiert, dass sowohl eine repräsentationale Theorie des Geistes als auch der Antirepräsentationalimus nur vor dem Hintergrund einer wechselseitig sich bedingenden Beziehung sinnvoll interpretiert werden können.

Fields of Study & Subjects

Philosophy and Theoretical Science Embodied and Extended Cognition Phenomenology and Existential Philosophy

Publication details

Pages
129–145
Publication date
5 February 2026
Language
DE
Document type
Book chapter