Zwischen Komplexitätsreduktion und Ambiguitätstoleranz

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Authors: Karl Peböck
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Abstract

Der Artikel analysiert die Auswirkungen der digitalen Medienwelt auf Bildung und Gesellschaft. Die mediale Evolution und die Flut an Informationen, verstärkt durch Social Media und Künstliche Intelligenz, stellen immer höhere Anforderungen an die Medienkompetenz der Menschen. Traditionelle Bildungsansätze greifen zu kurz. Stattdessen ist ein radikales Umdenken notwendig, um digitale Mündigkeit und kritische Medienkompetenz zu fördern. Dabei spielt die Fähigkeit zur Komplexitätsreduktion ebenso eine Rolle wie die Ambiguitätstoleranz – die Fähigkeit, mit Unsicherheiten und Mehrdeutigkeiten umzugehen. Die Auseinandersetzung mit Filterblasen, FoMO (Fear of Missing Out) und der Rolle sozialer Medien im Identitätsbildungsprozess von Jugendlichen verdeutlicht die Notwendigkeit einer umfassenden Medienbildung. Diese muss junge Menschen befähigen, sich kritisch und reflektiert in einer zunehmend komplexen digitalen Welt zu orientieren und aktiv an gesellschaftlichen Diskursen teilzunehmen. Bildung wird als eine der zentralen gesellschaftlichen Aufgaben im digitalen Zeitalter positioniert, die nicht nur Wissen, sondern auch emotionale und kognitive Kompetenzen vermittelt.

Fields of Study & Subjects

Literacy Media and Education Education and Digital Technologies Digital Media and Philosophy

Publication details

Pages
345–361
Publication date
5 February 2026
Language
DE
Document type
Book chapter