KI und Soziale Arbeit
Abstract
Die Masterarbeit geht der Frage nach, inwieweit Fachkräfte der Sozialen Arbeit den (potenziellen) Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in ihrer beruflichen Praxis akzeptieren. Grundlage ist eine bundesweite Online-Befragung mit 338 Teilnehmenden. Untersucht wurden u. a. der Einfluss beruflicher und demografischer Merkmale, die Sorge vor Deprofessionalisierung, das selbst eingeschätzte KI-Wissen sowie berufsethische Überzeugungen. Die Ergebnisse zeigen eine überwiegend vorsichtig positive Haltung gegenüber KI. Eine generelle Ablehnung oder ein Gefühl von Ohnmacht sind kaum erkennbar. Besonders hoch ist die Akzeptanz bei verwaltungstechnischen Anwendungen, doch auch in zentralen Aufgabenbereichen der Sozialen Arbeit wird der KI-Einsatz nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Als relevante Faktoren für die Akzeptanz erscheinen insbesondere der eigene (selbsteingeschätzte) Wissensstand und das berufsethische Urteil. Die Arbeit schlussfolgert, dass weitere gezielte Angebote zur Wissensaneignung und Praxiserfahrung sowie ein ethisch und rechtlich fundierter Rahmen notwendig sind, um den Einsatz von KI im Sinne der Profession zu gestalten. Der Beitrag enthält einen Auszug aus dem Gutachten zur Arbeit und dient der Bereitstellung der empirischen Ergebnisse im Diskurs. Das Gesamtwerk inklusive Zitiervorschlag findet sich im Anhang und ist online abrufbar über dime-sozial.de.
Fields of Study & Subjects
Social Policies and Healthcare Reform
Corporate Management and Leadership
Innovation
Technology
and Society
Publication details
- Journal / source
- DiMe-Sozial | Soziale Arbeit Medien und Digitalisierung
- Publisher
- OAPublishing Collective
- Volume
- 2
- Issue
- 1
- Pages
- 215–200
- Publication date
- 31 January 2026