Stärkung digitaler Teilhabe in den Wohnungsnotfallhilfen
Abstract
Der Beitrag befasst sich mit der Frage, inwiefern Nutzer:innen von Wohnungsnotfallhilfen durch digitale Spaltung ausgeschlossen werden und welche Möglichkeiten der Stärkung digitaler Teilhabe im Hilfefeld bestehen. Die Datenbasis bilden eine Online-Befragung (n=1.026), zwölf leitfadengestützte Interviews sowie zwei Fokusgruppen mit der Zielgruppe. Teilhabeeinschränkungen mit dem Risiko des digitalen Ausschlusses zeigen sich insbesondere bei (un)zureichenden Internetzugängen. Ein Großteil der online befragten Menschen verfügt über digitale (Basis-)Kompetenzen auf einem guten Niveau. Diese sind von strukturellen Zugangsbedingungen, vom Alter sowie teilweise von bildungs- und migrationsbezogenen Faktoren abhängig. Art und Dauer der Wohnungslosigkeit beeinflussen sie nur wenig. Die Wohnungsnotfallhilfen können also insbesondere auf Ebene der Infrastruktur zur Stärkung von digitaler Teilhabe beitragen. Digitale Teilhabe kann allerdings armutsbedingte Ausgrenzung im analogen Leben nicht beseitigen.
Fields of Study & Subjects
Social Policies and Healthcare Reform
Digital Mental Health Interventions
Psychiatric care and mental health services
Publication details
- Journal / source
- DiMe-Sozial | Soziale Arbeit Medien und Digitalisierung
- Publisher
- OAPublishing Collective
- Volume
- 2
- Issue
- 2
- Pages
- 61–80
- Publication date
- 16 July 2026