Mündigkeit als Ziel der (Subjekt-)Bildung der pädagogischen Praxis?
Abstract
Die Integration der Subjektivierungstheorie (Geimer 2020) in medialitätstheoretische Untersuchungen von Unterricht hat offenbart, wie Medien als eigenständige Akteure (Engel und Karpowitz 2021) Wissensbestände, deren Erwerb und die daraus resultierenden Position(ierung)en schulischer Akteur:innen beeinflussen. So zeigen rezente Analysen (Bettinger 2021) das Potenzial medialer Akteure in der Unterrichtspraxis und die einhergehende Verhandlung von Handlungsspielräumen jenseits traditioneller Akteure von Unterricht auf. Schule ist als sicherer Ort zu verstehen, der Schüler:innen angesichts ihrer Vulnerabilität mittels Bildung zur mündigen und selbstständigen demokratischen Teilhabe an der Gesellschaft befähigen soll (Karutz et al. 2022). Sie bedürfen hierzu des Schutzes vor Beeinflussung und Manipulation (Müller und Kammerl 2022; Rettiens 2022). Der Artikel diskutiert Mündigkeit als Ziel schulischer Handlungen in einer Kultur der (Post-)Digitalität und zeigt auf, wie das (un-)mündige Subjekt dem Wirkungspotenzial der digitalen Medien gezielt begegnen kann, um so in einer Kultur der (Post-)Digitalität eigene Positionen einzunehmen und die gesellschaftlich-demokratische Teilhabe der Schüler:innen als zentrale Funktion von Schule (Fend 2009) zu sichern.
Fields of Study & Subjects
Sociology and Education Studies
Consumer behavior in food and health
Digital Education and Society
Publication details
- Journal / source
- MedienPädagogik Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung
- Publisher
- OAPublishing Collective
- Volume
- 61
- Pages
- 229–247
- Publication date
- 22 July 2026
- Language
- DE