Mit der VR-Brille ins Orchesterkonzert

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Authors: Phillip Feneberg, Isolde Malmberg
Cited by: 3
References: 27

Abstract

Orchesterkonzerte werden aktuell zunehmend um XR-Komponenten erweitert oder in solche Formate übertragen. Die Frage, ob und auf welche Weise diese Konzerte jedoch – etwa durch das Erleben eines Konzerts via Head-Mounted-Display – neue Formen des Musikerlebens für die Besucher:innen eröffnen, ist noch wenig geklärt. Der vorliegende Text präsentiert Ergebnisse einer Besucher:innenbefragung (n = 87) zum 360°-Konzert «Reflect» der Kammerakademie Potsdam, das mit einer VR-Brille erlebt werden kann. Auf der Basis mehrerer bereits bestehender Fragebögen zu Merkmalen der Besucher:innen und zum Eintauchen in das Erlebnis – etwa zu Flow, Musikwahrnehmung oder körperlichem Wohlbefinden – wurden Fragebogenitems sowohl übernommen als auch begründet angepasst. Alle Daten wurden deskriptiv analysiert und auf Korrelationen überprüft. Die Ergebnisse legen nahe, dass solche Angebote unter bestimmten Bedingungen (akustisch und optisch gute Qualität, Sicherheitsempfinden, geklärte Erwartungen, Austausch über das Erleben im Anschluss) intensives Eintauchen in ein Musikereignis ermöglichen. Gleichzeitig sollte jedoch der gestiegenen Erwartung an XR-Formate und damit einhergehend Möglichkeiten zur Aktivität bzw. Interaktion entsprochen werden. Der Text bindet die Thematik VR-Orchesterkonzert als informelles Musikvermittlungsformat darüber hinaus an musikpädagogische Diskurse an und diskutiert im Ausblick Potenziale und Überlegungen zur Weiterarbeit.

Fields of Study & Subjects

Diverse Music Education Insights Flow Experience in Various Fields Neuroscience and Music Perception

Publication details

Journal / source
MedienPädagogik Zeitschrift für Theorie und Praxis der Medienbildung
Publisher
OAPublishing Collective
Volume
68
Pages
143–170
Publication date
26 January 2026
Language
DE