Ungewöhnlicher Tod einer Flußseeschwalbe, Sterna hirundo

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Authors: Paul Bohnsack
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Abstract

Die ausgedehnten Torfstiche und breiteren Wasserläufe des Niederungsmoores der Sarzbütteler Gemarkung werden hin und wieder von einzelnen Flußseeschwalben der etwa 10 km entfernten Küste zur Futtersuche angeflogen. Am 4. VI. 1960 brachte mir eine Schülerin ein hier am gleichen Tage von ihr in einem fast ausgetrockneten Graben gefundenes, frischtotes ad. Exemplar, dessen Unterschnabel bis zur Mitte fest zwischen Schloß und Aftersipho einer größeren Teichmuschel steckte und von den beiden sich zusammenpressenden Schalenhälften eingeklemmt worden war, so daß der Vogel nicht wieder freikommen konnte und verenden mußte. Vermutlich geschah dieser Unfall bei der Nahrungsaufnahme, indem die Seeschwalbe den Rücken der sich bewegenden Muschel für ein Fischchen oder anderes Beutetier hielt und darauf niederstieß. Gewicht der Seeschwalbe 130 g, der noch lebenden Musdlel 85 g. Unfälle ähnlicher Art dürften doch nicht so einmalig sein, wie es zunächst scheinen möchte. LOOS (1913) berichtete, daß im nordböhmischen Teichgebiet bei Leipa eine tote Lachmöwe gefunden wurde, deren gebrochener Fuß eine Teichmuschel umklammerte, und DEMUTH (1960) konnte am Dümmer einen Kampfläufer greifen, der nicht aufzufliegen vermochte, weil eine Zehe des Vogels in einer großen Muschel festgeklemmt war.

Fields of Study & Subjects

Avian ecology and behavior Marine animal studies overview Bird parasitology and diseases

Publication details

Journal / source
CORAX
Volume
3
Issue
1
Pages
38–38
Publication date
10 February 2026
Language
DE