Schule, Begehren, Gesetz

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Authors: Beat Manz
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Abstract

1961 wurde in Frankreich eine neue Schulpädagogik mit dem Namen „Institutionelle Pädagogik“ gegründet. Sie steht in der Tradition der Freinet-Pädagogik, öffnete sich aber auch den Einflüssen der Institutionellen Psychotherapie in der Psychiatrie und der Sozialpsychologie. Der Gründer, Fernand Oury, Lehrer in einem Vorort von Paris, veröffentlichte mit der Venezolanischen Psychologin Aïda Vasquez 1967 ein Buch, in dem die neuen Vorgehensweisen im Unterricht einer Schulklasse dargestellt werden. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten und lernen in kleinen Teams. Sie besprechen ihre Zusammenarbeit oder die Konflikte, die sie in ihrem Wohnquartier erleben, in dafür vorgesehenen Sitzungen. Ourys Pädagogik wurde zum Vorbild für viele Lehrkräfte. Diese treffen sich in Arbeitsgruppen, in denen die Probleme und Entwicklungen einzelner Schüler und Schülerinnen dargestellt, unter Anleitung eines Psychoanalytikers analysiert und manchmal als Falldarstellungen, sog. Monografien, veröffentlicht werden. Einer dieser psychoanalytisch geschulten Supervisoren, der in mehrern Büchern solche Monografien einer gründlichen Analyse unterzieht, wobei er sich auf die Psychoanalyse Lacans beruft, ist Francis Imbert. Seine Arbeit soll in diesem Artikel gewürdigt werden.

Fields of Study & Subjects

Psychology and Mental Health Psychoanalysis and Psychopathology Research Historical Education Studies Worldwide

Publication details

Journal / source
RISS – zeitschrift für psychoanalyse
Issue
101
Publication date
4 February 2026
Language
DE