Es gibt keinen Wisstrieb

Read full text
Authors: Gabriel Tupinambá
Cited by: 0

Abstract

Dieser Text untersucht die Konsequenzen der psychoanalytischen Entkoppelung von Wissen und durch Wissbegierde angetriebener Befriedigung. Die Freud’sche und Lacan’sche Hypothese anerkennend, dass unsere Befriedigung nicht daher rührt, was wir lernen, stellt sich die Frage, wie wir die Stütze des Bildungsprozesses anders konzipieren können. Fokussierend auf den von uns so genannten »Kritischen Ansatz von Bildung« – erläutert insbesondere anhand Jacques Rancières »Rückkehr zu Jacotot« –, untersuchen wir die symptomatischen Beschränkungen eines solch kritischen Ansatzes. Dieser stellt einen Gegensatz zwischen dem emanzipatorischen Potential eines gespaltenen Lehrpersonen-Schüler_innen-Verhältnisses und der institutionellen, die beiden in ein stabiles Verhältnis bringen wollende Gewalt her. Mit den Schwierigkeiten, die exakten Wissenschaften zu lehren, erscheint das Symptom dieses kritischen Ansatzes.

Fields of Study & Subjects

Psychoanalysis Philosophy and Politics Critical Theory and Political Philosophy Critical and Liberation Pedagogy

Publication details

Journal / source
RISS – zeitschrift für psychoanalyse
Issue
101
Publication date
4 February 2026
Language
DE