Psychotherapieforschung – Stiefkind Prozessforschung?

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Authors: Eva Bänninger-Huber
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References: 10

Abstract

In diesem Beitrag wird der Frage nachgegangen, welche Forschungsinhalte und methodischen Vorgehensweisen in der aktuellen Psychotherapieforschung im Zentrum stehen. Der Fokus der Untersuchung liegt auf der Ermittlung des Stellenwerts der Prozessforschung im Vergleich zur Erfolgsforschung. Zu diesem Zweck werden zunächst die Hauptfragen der Psychotherapieforschung aus einer historischen Perspektive skizziert, anschließend die in den verschiedenen therapeutischen Schulen bedeutsamen methodischen Ansätze zusammenfassend dargestellt. Eine Analyse aktueller Forschungsbeiträge zeigt, dass die Wirksamkeitsforschung nach wie vor von hoher Relevanz ist. Typischerweise werden störungsspezifische Kurztherapien oder verhaltenstherapeutische Interventionen untersucht, wobei standardisierte Fragebögen zur Erhebung der relevanten Variablen methodisch vorherrschend sind. Gleichzeitig hat die Prozessforschung »aufgeholt«. Der gegenwärtige Fokus der Forschung liegt auf der Untersuchung dyadischer Konzepte wie »Alliance Ruptures« oder »Attunement«. Insbesondere gewinnen naturalistische Ansätze und die Kombination qualitativer und quantitativer Methoden an Bedeutung.

Fields of Study & Subjects

Psychotherapy Techniques and Applications Psychoanalysis and Psychopathology Research Counseling Therapy and Family Dynamics

Publication details

Journal / source
Ärztliche Psychotherapie
Volume
21
Issue
1
Pages
6–10
Publication date
1 February 2026
Language
DE