Best Practice für technische Sammlungen
Abstract
Der Best Practice für technische Sammlungen verfolgt das Ziel, einen fundierten Überblick über Strategien zur Sicherung, Erstversorgung und Ertüchtigung technischer Sammlungen zu vermitteln. Er richtet sich insbesondere an Einrichtungen, die nur über begrenzte fachliche Vorkenntnisse sowie eingeschränkte finanzielle Ressourcen verfügen und dennoch eine systematische Erschließung und Aufarbeitung ihrer technischen Bestände anstreben. Im Rahmen der Sammlungssicherung in Magdeburg konnten zahlreiche kostenintensive Maßnahmen, wie sie in professionellen Sammlungsbetrieben üblich sind, durch ressourcenschonende Alternativen ersetzt werden. Gleichwohl ist hervorzuheben, dass selbst eine derart adaptive Vorgehensweise in diesem Umfang mit erheblichen finanziellen Aufwendungen verbunden bleibt. Vor allem im Kontext studentischer Kleinprojekte sollte die Durchführung einer Sammlungsaufarbeitung einschließlich Erstsicherung sorgfältig abgewogen werden, da sowohl die erforderliche technische Ausstattung hohe Kosten verursacht als auch arbeits- und sicherheitsrelevante Abläufe gewährleistet sein müssen, die den Einsatz einer größeren Zahl qualifizierter Personen erfordern. Die Praxishilfe entstand im Rahmen des Verbundprojekts Schlaf – Schmerz – Stress – Kulturen und Techniken von Biofeedback-Systemen 1960–1990 (3ioS). Er basiert auf den im Projektvorlaufjahr gewonnenen Erfahrungen und richtet sich an Vorhaben, die vergleichbare technische Sammlungen erschließen möchten. Der wissenschaftliche Mitarbeiter Clemens Janke erarbeitete den Best Practice seit März 2024 parallel zur Sicherung der Historischen Medizintechnischen Sammlung.
Publication details
- Journal / source
- Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
- Publication date
- 8 January 2026
- Language
- DE