Mediatisiertes Schreiben als (Alp)Traumfabrik: Kossi Efouis 'Fabrique de cérémonies'
Abstract
Intermediale Phanomene in afrikanischen Literaturen sind bislang nur punktuell Gegenstand der Forschung gewesen. Monographien, wie bei‐ spielsweise die von Christian von Tschilschke fur den franzosischen Roman und das filmische Schreiben (2000) oder das bestandig wachsende Interesse an Wechselbeziehungen zwischen Film und Literatur in der romanistischen Literatur‐ und Medienwissenschaft (Albersmeier, Roloff 1989; Albersmeier 1992), zeigen vereinzelt auch Wirkung im Bereich der Literaturwissenschaft, die sich den frankophonen Literaturen Afrikas widmet, wie beispielsweise in Alexie Tcheuyaps Studie De l’ecrit a l’ecran (2005). Haufig werden intermediale Phanomene in der Literatur aber nur unter anderen betrachtet, wie dies beispielsweise auch fur den Roman La Fabrique de ceremonies (2001) von Kossi Efoui der Fall ist. Dieser togoische Autor, der seit 1990 in Frankreich im Exil lebt, kommt vom Theater und hat bislang drei Romane veroffentlicht. Solch ein Medienwechsel mag das Schaffen eines Kunstlers fur intermediale Verflechtungen nachhaltig offnen, denn La Fabrique de ceremonies, sein zweiter Roman, ist im Hinblick auf intermediale Verfahren ein dichtes Geflecht. Efoui sagte in einem Interview: „Ce qui m’interesse dans l’ecriture, c’est ce qui me mene ailleurs. J’espere que le lecteur se trouve depayse aussi, pas parce qu’il lit quelque chose d’exotique, mais parce que le depaysement est dans la langue elle‐meme“ (Efoui 2002 : 146).
Fields of Study & Subjects
Linguistic Education and Pedagogy
Linguistic research and analysis
Publication details
- Journal / source
- University of Vienna
- Publication date
- 20 August 2026
- Language
- DE