Haushaltsdynamiken in Zimbabwe und Namibia
Abstract
Die komplexen und rapiden Transformationsprozesse im sudlichen Afrika fordern die Forschung heraus, ihre Analysekategorien zu uberdenken. Das betrifft vor allem etablierte Modelle von Familie und Verwandtschaft, mit denen sich die dynamischen Lebenszusammenhange und die heutigen wirtschaftlichen Strategien nicht mehr erfassen lassen. Ausloser ist keineswegs nur die Wanderarbeit der Manner, die seit Generationen die Sozialstrukturen pragt und das Geschlechter- und Generationenverhaltnis grundlegend verandert hat. In jungster Zeit hat auch HIV/AIDS die Problemkomplexitat drastisch verscharft. Um die vielfaltigen Ansatze zur sozialen und okonomischen Neuorganisation zu erfassen, muss eine Auseinandersetzung mit den variablen und heterogenen Haushaltsdynamiken stattfinden. So zielt dieser Beitrag darauf ab, durch die Gegenuberstellung landlicher Haushalte in Zimbabwe und Namibia Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der gesellschaftlichen Entwicklung zu erfassen. Ausgehend von einer akteursorientierten Perspektive sind Gender und Alter die zentralen Analysekategorien.
Fields of Study & Subjects
Poverty
Education
and Child Welfare
Microfinance and Financial Inclusion
African studies and sociopolitical issues
Publication details
- Journal / source
- University of Vienna
- Volume
- 4
- Issue
- 7
- Pages
- 5–24
- Publication date
- 15 September 2026
- Language
- DE