Zwischen Skalpell und Kreide
Abstract
Die folgende Masterarbeit untersucht den Einfluss der Dissektion und des Frontalunterrichts auf den Lernzuwachs von Schüler:innen der 4. Klasse Handelsakademie im naturwissenschaftlichen Unterricht in Wien, Österreich. Dafür wurden zwei Klassen entweder der Seziergruppe oder der Frontalunterrichtsgruppe zugelost. Verglichen wurden das deklarative und das konzeptuelle Wissen zu drei verschiedenen Messzeitpunkten (Pre-, Immediate-Post- und Delayed-Post-Test). Zur statistischen Auswertung wurden, aufgrund der kleinen Stichprobe, der Vorzeichentest und der Mann-Whitney-U-Test eingesetzt. Die statistische Analyse ergab beim Vergleich zwischen dem Pre- und Immediate-Post-Test innerhalb der Testgruppen nur eine teilweise statistische Signifikanz für einen generellen Lernzuwachs aufgrund des fehlenden Vorwissens. Keine signifikanten Unterschiede zwischen den Unterrichtsformen im Immediate-Post-Test und Delayed-Post-Test zwischen den beiden Klassen konnte im Vergleich des Lernerfolgs im deklarativen und im konzeptuellen Wissen festgestellt werden. Nur die Tendenz, dass die Seziergruppe im langfristigen, konzeptuellen Wissen besser abschneidet, konnte beobachtet werden. Insgesamt liefern jedoch beide Methoden einen Lernzuwachs. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass unter den gegebenen Bedingungen keine Unterrichtsmethode statistisch signifikant bestimmt werden konnte, die den bessere Lernerfolg liefert. Für die Unterrichtspraxis unterstreicht dieses Ergebnis, dass eine Kombination beider Unterrichtsmethoden sinnvoll sein kann.
Fields of Study & Subjects
Science Education and Pedagogy
Science and Education Research
Innovative Teaching Methods
Publication details
- Journal / source
- University of Vienna
- Publication date
- 1 January 2026
- Language
- DE
- Document type
- Thesis