The effects of climate-related age-stereotypes on older adults' pro-environmental behavior
Abstract
Der Klimawandel ist eine große gesellschaftliche Herausforderung, wobei in der öffentlichen Debatte älteren Menschen oft ein geringeres Umweltbewusstsein oder eine geringere Bereitschaft zu umweltfreundlichem Handeln unterstellt wird. Basierend auf der Stereotype Threat Theory wird angenommen, dass die Aktivierung negativer gruppenbezogener Stereotypen das Selbstkonzept älterer Erwachsener beeinträchtigen und somit ihre Umwelteinstellungen und Handlungsabsichten beeinflussen kann. Ziel der vorliegenden Studie war es, experimentell zu untersuchen, ob die Aktivierung positiver oder negativer klimabezogener Altersstereotypen das umweltfreundliche Verhalten beeinflusst, gemessen an der Bereitschaft von Einzelpersonen, für Umweltschutzorganisationen zu spenden, sowie an selbst berichteten psychologischen Komponenten des Umweltbewusstseins, darunter Überzeugungen, Einstellungen, Sorgen und Motivation in Bezug auf den Klimawandel. In einem experimentellen Between-Subjects-Design wurden ältere Erwachsene nach dem Zufallsprinzip einer von mehreren Versuchsbedingungen zugewiesen, in denen entweder positive, negative oder keine klimabezogenen Altersstereotypen aktiviert wurden. Zur Messung der umweltfreundlichen Verhaltensabsicht wurde ein verhaltensbasiertes Maß verwendet, bei dem die Bereitschaft zur Spende an eine Umweltschutzorganisation bewertet wurde. Darüber hinaus wurden verschiedene Facetten des Umweltbewusstseins und der Umwelteinstellung mit standardisierten Selbstauskunftsinstrumenten gemessen. Die Datenanalyse erfolgte mittels Varianzanalyse und regressionsbasierten Methoden. Entgegen den theoretisch abgeleiteten Hypothesen wurden keine signifikanten Unterschiede zwischen den Versuchsbedingungen hinsichtlich der Einstellung zur Umwelt oder der Absichten zum Umweltverhalten festgestellt. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die kurzfristige Aktivierung klimabezogener Altersstereotypen keinen eindeutigen Einfluss auf das selbst berichtete Umweltverhalten und die Einstellung älterer Erwachsener hat. In der Diskussion wird erörtert, ob die verwendete Manipulation möglicherweise nicht stark genug war, um stabile Effekte auszulösen, und ob Gegenreaktionsmuster zur Aufhebung potenzieller Effekte beigetragen haben könnten. Zusammenfassend werden die Implikationen für die zukünftige Forschung und für die Gestaltung der altersbezogenen Umweltkommunikation beleuchtet.
Fields of Study & Subjects
Pro-Environmental Behavior and Attitudes
Aging and Gerontology Research
Social and Intergroup Psychology
Publication details
- Journal / source
- University of Vienna
- Publication date
- 1 January 2026
- Language
- EN
- Document type
- Thesis