K wie Kotas oder Kino

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Authors: Magdalena Steffan
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Abstract

Robert Kotas kann als der Kinoarchitekt der Wiener Nachkriegszeit bezeichnet werden. Er war für den Bau und Umbau zahlreicher Kinos verantwortlich, die als ästhetische Gesamtkunstwerke konzipiert waren. Heute ist nur noch das Gartenbaukino erhalten. Die vorliegende Arbeit untersucht die architektonischen Besonderheiten der von Kotas entworfenen Kinos und ordnet sie im Kontext der europäischen und insbesondere der Wiener Kinoarchitektur der Nachkriegsmoderne ein. Kino wird dabei nicht nur als architektonischer, sondern auch als sozialer Raum verstanden. Ein Fokus wird auf das 1950 eröffnete Forum Kino gelegt, das innerhalb von Kotas’ Oeuvre eine bedeutende Rolle einnahm und als Fallstudie herangezogen wird. Da das Gebäude in den 1970er-Jahren abgerissen wurde, basiert die Analyse auf Archivmaterial wie Fotografien, Plänen und zeitgenössischen Presseberichten. Ausgewählte europäische und Wiener Kinobauten der Nachkriegszeit werden vergleichend herangezogen, um Kotas’ Werk innerhalb der zeitgenössischen Entwicklungen zu positionieren. Dabei zeigt sich, dass charakteristische Elemente seiner Kinoarchitektur in der Betonung des Foyers als sozialem Raum, im kreativen Einsatz von Licht, in der grafischen Durcharbeitung von Wand- und Deckenflächen sowie in der Verwendung neuer Materialien liegen. Das Forum steht beispielhaft für Kotas’ vermittelnde Position innerhalb der Kinoarchitektur, weshalb er der in der österreichischen Nachkriegsmoderne vorherrschenden “moderaten Moderne” zugeordnet werden kann. Die Arbeit leistet einen Beitrag, dieses bislang wenig erforschte und heute großteils verlorene architektonische Erbe sichtbar zu machen.

Fields of Study & Subjects

Architecture Modernity and Design Cinema History and Criticism Historical Architecture and Urbanism

Publication details

Journal / source
University of Vienna
Publication date
1 January 2026
Language
DE
Document type
Thesis