Überlegungen zu einer Sensibilisierung für rechtsextreme und rechtspopulistische Sprache in religiösen Bildungskontexten als Beitrag zur Demokratiebildung. Abgrenzungen, Leitthemen, Narrative und didaktische Handlungsoptionen im Religionsunterricht und in der Lehrkräftebildung
Abstract
Der Beitrag untersucht rechtsextreme und rechtspopulistische Semantiken, Narrative und Feindbildkonstruktionen, die in religiösen Bildungskontexten (Religionsunterricht, Konfirmandenarbeit, Hochschule, kirchliche Bildungsformate) auftreten können. Ausgehend von einer zeitdiagnostischen Perspektive werden begriffliche Abgrenzungen zwischen ‚extremer Rechter‘, Rechtspopulismus und ‚Neuer Rechter‘ vorgenommen und die besondere Rolle religiöser Semantik für metapolitische Diskursstrategien herausgearbeitet. Im Zentrum steht sodann die Analyse wiederkehrender Topoi (Anti-Establishment-Rhetorik, Kulturkampf- und Krisennarrative, Islam-/Migrationsdiskurse, Klima- und Schöpfungsargumentationen) sowie die Frage nach angemessenen religionspädagogischen Reaktionsformen. Der Text entfaltet hierfür eine didaktische Operationalisierung, die Sprachsensibilität, hermeneutische Kompetenz und Demokratiebildung systematisch verschränkt. Religionsunterricht wird dabei als demokratisch normierter Schutz- und Lernraum profiliert: nicht weltanschaulich neutral im Sinne wertfreier Beliebigkeit, sondern grundrechtsgebunden, pluralitätsfähig und konfliktkompetent. (DIPF/Orig.)
Fields of Study & Subjects
Religion
Theology
and Education
German legal
social
and political studies
Religious Education and Schools
Publication details
- Journal / source
- Pedocs (German Institute for International Educational Research)
- Publication date
- 1 January 2026
- Language
- DE
- Document type
- Book