Transitionen des Ländlichen? Das regionale Selbstverständnis im Spannungsfeld der Herausforderungen ländlicher Räume - eine Ad-hoc-Gruppe auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie
Abstract
Ländliche Räume in Deutschland befinden sich in vielschichtigen Transformationsprozessen, die von demografischem Wandel, sozial-ökologischer Transformation und politischen Konfliktdynamiken geprägt sind. Das Policy Paper analysiert diese Entwicklungen anhand von Beiträgen einer Ad-hoc-Gruppe auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie 2025 und richtet den Fokus auf regionale Selbstverständnisse, lokale Handlungslogiken und gesellschaftliche Aushandlungsprozesse. Die zentralen Befunde zeigen, dass es „den“ ländlichen Raum nicht gibt, sondern eine große Heterogenität unterschiedlicher Ausgangslagen, Akteurskonstellationen und Entwicklungspfade. Anhand von Beispielen aus Strukturwandelregionen, Kleinstädten, Energiewende-Konflikten und zivilgesellschaftlichen Initiativen wird deutlich, dass Transformationsfähigkeit wesentlich von kontextspezifischen Ortslogiken, historisch gewachsenen Eigentums- und Mentalitätsstrukturen sowie wahrgenommenen Teilhabechancen abhängt. Das Paper leitet daraus praxisnahe Handlungsperspektiven für Politik und Verwaltung ab und plädiert für eine sozial gerechte, beteiligungsorientierte und ortssensible Gestaltung von Transformationsprozessen, um ländliche Räume als aktive Mitgestaltungsräume gesellschaftlicher Erneuerung zu stärken.
Fields of Study & Subjects
Rural development and sustainability
Regional Development and Innovation
Regional Socio-Economic Development Trends
Publication details
- Journal / source
- Digitalen Hochschulbibliothek Sachsen-Anhalt (Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt)
- Publication date
- 1 January 2026
- Document type
- Book