Genauigkeit der Abschätzung des Sauerstoffverbrauchs nach Krakau im Rahmen der indirekten Fickmethode zur Bestimmung des Herzzeitvolumens

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Authors: Julia Kerzner
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Abstract

In dieser Studie wurde das Herzzeitvolumen HZV mithilfe der Thermodilutionsmethode (TD), vier indirekten Fickmethoden (iFi) sowie der kardialen Magnetresonanztomographie (MRT) bestimmt. Für die indirekte Fickmethode ist eine Abschätzung des Sauerstoffverbrauchs (V ̇O2) nötig, welche mithilfe von empirisch ermittelten Formeln nach Krakau (K), LaFarge (L), Dehmer (D) und Bergstra (B) erfolgt. In der vorliegenden Arbeit steht die bisher noch nicht durch eine Studie validierte Formel nach K im Fokus. Methoden: Die Studienpopulation umfasste 188 Patienten. Mithilfe von Korrelationstabellen und Bland-Altman-Plots wurden die Methoden miteinander verglichen. Prädiktoren für eine Abweichung um mehr als 20% zwischen iFi nach Krakau und TD wurden mithilfe der multivariaten logistischen Regression ermittelt. Die Unterschiede des HZV nach TD und nach iFi nach den vier verschiedenen Formeln zur Abschätzung des Sauerstoffverbrauchs waren allesamt statistisch signifikant, wobei die Formel nach Krakau am stärksten mit der Formel nach Dehmer übereinstimmte. Der beim kardialen MRT gemessene Herzindex zeigte keinen Unterschied zu der Messung nach der TD-Methode, war aber signifikant höher als die Messung nach den iFi Methoden, allerdings waren die Korrelationen insgesamt nur schwach. Unabhängige Prädiktoren für eine Abweichung zwischen TD und K waren das weibliche Geschlecht, eine hochgradige Aortenklappenstenose sowie ein erhöhter mPAP. Schlussfolgerung: Die Formel zur Abschätzung des Sauerstoffverbrauchs nach K zeigte eine größere Ähnlichkeit zu den Ergebnissen der TD als die Formel nach L, eine geringere Ähnlichkeit als die Formel nach B und vergleichbare Ergebnisse wie die wie die Formel nach D. Eine zufriedenstellende Alternative zu TD ist iFi jedoch nach keiner der vier Formeln zur Abschätzung des Sauerstoffverbrauchs. Auch der Vergleich mit der MRT-Methode liefert diskrepante Ergebnisse, so dass gegenwärtig zur Messung des HZV nur der Goldstandard empfohlen werden kann.

Fields of Study & Subjects

Hemodynamic Monitoring and Therapy Cardiovascular and exercise physiology Cardiovascular Function and Risk Factors

Publication details

Journal / source
Online Publication Service of Würzburg University (Würzburg University)
Publication date
1 January 2026
Language
DE
Document type
Thesis