Die Krise des Humanen in Hermann Hesses Roman Das Glasperlenspiel

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Authors: Veronica Alina Buciuman
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Abstract

Die zugrundeliegende narrative Intention in Hermann Hesses Roman Das Glasperlenspiel zeigt durch die allegorische Konstruktion die Möglichkeit einer verallgemeinerten und autopoietischen Krisensituation auf, die durch den Mangel an sinceritas, d. h. an menschlicher Authentizität und Aufrichtigkeit, in dem Selbstentdeckungs- und Selbsterkennungsprozess bestimmt ist. Dieser Beitrag zielt darauf ab, die Krise des Humanen als axiologisch-existentielle Krise zu deuten; eine Krise, die als zyklisches Kettenphänomen nur durch die Pflege von sinceritas überwunden werden kann. Weiterhin analysiert diese Studie die Ähnlichkeiten des Glasperlenspiels mit dem, was man heute als good technology (Ponzanesi 21, 26) oder humanitarian VR (Ponzanesi 27) benennt. Als Laboratorien der Virtualität können Spiele als risikofreie Instrumente zum Krisenmanagement gehandhabt werden. Daher versucht diese Studie der folgenden Fragestellung nachzugehen: Inwieweit beschreibt der Roman tatsächlich die Symptome des Post-Humanismus und welche Fallstricke bestehen bei der Verwendung solcher Instrumente im Prozess der Vermittlung humanitärer Verhaltensweisen an Personen, denen an menschlicher Empathie mangelt.

Fields of Study & Subjects

Humanities and Social Sciences German Colonialism and Identity Studies Memory History Trauma Identity

Publication details

Journal / source
Anafora
Volume
12
Issue
2
Pages
341–364
Publication date
2 January 2026
Language
HR