Neue Phänomenologie als Möglichkeit einer literarischen Versöhnung von ästhetischer Erfahrung und Stimmung

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Authors: Viktor Pataki
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Abstract

Der Text analysiert die omnipräsente Krise der Geisteswissenschaften und unternimmt den Versuch, die Gründe für die wiederholte Manifestation dieser Krise aufzuzeigen. Basierend auf einer Untersuchung der maßgeblichen intellektuellen Wendepunkte gelangt der Text zu der Fragestellung, inwiefern eine Verbindung zwischen literarischer Lektüre und ästhetischer Erfahrung nach der Postmoderne besteht. Könnte nach den 2000er-Jahren eine Einigung auf einen neuen, einheitlichen Begriff für die Epoche erzielt werden? Da es an einem solchen Begriff mangelt, wird in der Forschung zurzeit von einer Post-Postmoderne, Epimodernismus oder einer Metamoderne gesprochen. Der vorliegende Beitrag geht erstens der Frage nach, ob die aktuelle Krise der literarischen Interpretationsmethoden als neues Phänomen betrachtet werden kann. Im Falle einer Bejahung dieser Frage wird erörtert, inwiefern sich die Position der literarischen Lektüre verändert hat, also ob nach den postmodernen und post-postmodernen Theorien eine nicht-semantisch basierte Form der Lektüre entwickelt werden kann. Zweitens wird teilweise der Frage nachgegangen, welche Ansätze zur Interpretation nach der Krise verschiedener Theorien an die Stelle der traditionellen Theorie der ästhetischen Erfahrung getreten sind. Drittens untersucht der Beitrag, ob Stimmungen anhand traditionellerer Formen der Semiotik interpretiert werden können.

Fields of Study & Subjects

Literature and Cultural Memory Kantian Philosophy and Modern Interpretations Narrative Theory and Analysis

Publication details

Journal / source
Anafora
Volume
12
Issue
2
Pages
473–494
Publication date
2 January 2026
Language
HR