Antimuslimischer Rassismus als doxische Ordnung

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Authors: Fatih Bahadir Kaya, Aladin El-Mafaalani
Cited by: 1
References: 41

Abstract

Der Beitrag untersucht antimuslimischen und -islamischen Rassismus (AMIR) als historisch sedimentierte, in der Gegenwart wirksame Ungleichheitsstruktur, die soziale Felder auf makro-, mesound mikrosozialer Ebene prägt. Ausgehend von rassismustheoretischen und historischen Genealogien wird argumentiert, dass AMIR als doxische Ordnung fungiert, die sowohl kollektive Zuschreibungen stabilisieren als auch biografische Verläufe nachhaltig beeinflussen kann. Im Zentrum des Beitrags steht eine systematische Übersicht der empirischen Forschung zu betroffenenorientierten Wahrnehmungsund Bewältigungsweisen. Darauf aufbauend wird Bogers Theorie der trilemmatischen Inklusion als analytische Rahmung eingeführt, mit der zukünftig Coping-Strategien im Spannungsfeld zwischen Selbstermächtigung, Normalisierung und Dekonstruktion theoriegeleitet verorten werden könnten. Abschließend plädiert der Beitrag für eine wissenssoziologisch vertiefte Forschungsperspektive, die biografische Studien, kollektive Orientierungen und gruppenbasierte Rekonstruktionen einbezieht, um die trilemmatischen Bewältigungsformen in ihrer empirischen Varianz präzise auszudifferenzieren und theoretisch weiterzuentwickeln.

Fields of Study & Subjects

German legal social and political studies Religion Theology and Education Migration Refugees and Integration

Publication details

Journal / source
psychosozial
Publisher
Psychosozial-Verlag GmbH and Co. KG
Volume
49
Issue
1
Pages
25–36
Publication date
1 March 2026
Language
DE