Antimuslimischer Rassismus als doxische Ordnung
Abstract
Der Beitrag untersucht antimuslimischen und -islamischen Rassismus (AMIR) als historisch sedimentierte, in der Gegenwart wirksame Ungleichheitsstruktur, die soziale Felder auf makro-, mesound mikrosozialer Ebene prägt. Ausgehend von rassismustheoretischen und historischen Genealogien wird argumentiert, dass AMIR als doxische Ordnung fungiert, die sowohl kollektive Zuschreibungen stabilisieren als auch biografische Verläufe nachhaltig beeinflussen kann. Im Zentrum des Beitrags steht eine systematische Übersicht der empirischen Forschung zu betroffenenorientierten Wahrnehmungsund Bewältigungsweisen. Darauf aufbauend wird Bogers Theorie der trilemmatischen Inklusion als analytische Rahmung eingeführt, mit der zukünftig Coping-Strategien im Spannungsfeld zwischen Selbstermächtigung, Normalisierung und Dekonstruktion theoriegeleitet verorten werden könnten. Abschließend plädiert der Beitrag für eine wissenssoziologisch vertiefte Forschungsperspektive, die biografische Studien, kollektive Orientierungen und gruppenbasierte Rekonstruktionen einbezieht, um die trilemmatischen Bewältigungsformen in ihrer empirischen Varianz präzise auszudifferenzieren und theoretisch weiterzuentwickeln.
Fields of Study & Subjects
German legal
social
and political studies
Religion
Theology
and Education
Migration
Refugees
and Integration
Publication details
- Journal / source
- psychosozial
- Publisher
- Psychosozial-Verlag GmbH and Co. KG
- Volume
- 49
- Issue
- 1
- Pages
- 25–36
- Publication date
- 1 March 2026
- Language
- DE