Wie wirkt (systemische) Paartherapie?

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Authors: Sonja Bröning, Sophie Johannßen
Cited by: 1
References: 43

Abstract

Paartherapie ist in ihrer Wirksamkeit gut belegt, unter Alltagsbedingungen fallen die Effekte jedoch deutlich geringer aus als in kontrollierten Studien. Zugleich finden Metaanalysen kaum Unterschiede zwischen den paartherapeutischen Schulen. Während Ansätze wie die emotionsfokussierte Paartherapie gut beforscht sind, ist die Systemische Paartherapie (SPT) in der Wirksamkeitsforschung unterrepräsentiert; auch deshalb, weil sich ihr ko-konstruktives Vorgehen und ihr offenes Zielkriterium den etablierten Studiendesigns entziehen. Der Beitrag gibt einen Überblick über Wirksamkeitsbefunde und Wirkfaktorenmodelle der Paartherapie, richtet den Fokus auf die SPT und bezieht Ergebnisse einer Interviewstudie mit 16 erfahrenen SPT-Praktiker:innen ein. Als zentral wurden dort die Person der Therapeut:in, Neutralität und Multiperspektivität, eine reflektierte und rückgekoppelte Prozesssteuerung, die therapeutische Allianz mit allen Beteiligten sowie die Arbeit an dysfunktionalen Interaktionsmustern beschrieben. Diese Selbstauskünfte decken sich weitgehend mit den allgemeinen Wirkfaktoren, erhalten in der SPT jedoch eine eigene Ausgestaltung. Da die genannten Faktoren wenig an Setting und Verfahrensdauer gebunden sind, lassen sie sich auf Beratungskontexte übertragen. Der Beitrag schließt mit Impulsen für Ausbildung und Forschung.

Fields of Study & Subjects

Counseling Therapy and Family Dynamics Psychotherapy Techniques and Applications Psychology Coaching and Therapy

Publication details

Journal / source
Beratung aktuell
Publisher
Psychosozial-Verlag GmbH and Co. KG
Volume
27
Issue
1
Pages
11–27
Publication date
1 September 2026
Language
DE