Kritik des Geschmacks. Ästhetik und Gemeinschaft bei Kant, Hume und Arendt

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Authors: Achim Geisenhanslüke
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Abstract

Abstract Der Beitrag untersucht, ausgehend von Überlegungen zur Kategorie des Geschmacks im 18. Jahrhundert, den Begriff des Gemeinsinns bei Kant und Hume, um die darin angedeutete Verknüpfung von Ästhetik und Politik explizit zu machen. Im Mittelpunkt des Aufsatzes steht ein Vergleich von Humes Aufsatz zum Standard of Taste und dem Paragraph 40 von Kants Kritik der Urteilskraft , in dem die Allgemeinheit und Notwendigkeit des Geschmacksurteils unter Berufung auf einen Gemeinsinn ( sensus communis ) begründet werden soll. Die Idee einer durch ästhetische Urteile begründeten Gemeinschaft diskutiert der Beitrag abschließend kritisch an Arendts Kant-Lektüre, die in dem ästhetischen Urteil zugleich den Ansatz für eine von Kants Begriff der Urteilskraft hergeleitete Politik erkennen will, in deren Zentrum eine nicht unter Zwang erfolgende Form der Gemeinschaftsbildung steht.

Fields of Study & Subjects

Kantian Philosophy and Modern Interpretations Hannah Arendt's Political Philosophy Critical Theory and Political Philosophy

Publication details

Journal / source
Sprache und Literatur
Volume
54
Issue
2
Pages
207–227
Publication date
9 January 2026