„Heitere Lebenskünstler“. Ludwig Ganghofer und der Optimismus des gesunden Menschenverstands

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Authors: Jasper Schagerl
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Abstract

Abstract Der Beitrag untersucht Ludwig Ganghofers Poetik des gesunden Menschenverstands als zentrale Ressource populärer Literatur um 1900. Anhand der Romane Der Hohe Schein und Das Schweigen im Walde sowie seiner Autobiografie wird gezeigt, wie Ganghofer anti-intellektuelle Ressentiments literarisch produktiv macht. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Wechselverhältnis seiner Schreibweise mit dem Publikationsort der Texte, dem illustrierten Familienblatt Die Gartenlaube . Ganghofers Poetik ist in den Common-Sense-Diskurs des 19. Jahrhunderts eingebettet, der Alltagsmythen in Evidenzen verwandelt, kollektive Identitäten entwirft und komplexe Fragen auf scheinbar selbstverständliche Wahrheiten reduziert. Sie steht im Zeichen eines populären Realismus, dessen Verfahren der Beitrag als Konstituenten des sozialen Imaginären und als ästhetische Vehikel populistischer Praktiken deutet.

Fields of Study & Subjects

German Literature and Culture Studies Literature and Culture Studies German legal social and political studies

Publication details

Journal / source
Sprache und Literatur
Volume
54
Issue
2
Pages
245–275
Publication date
9 January 2026