Mehr als Blutsbande: Geschwister in Trennungsfamilien

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Authors: Christine Entleitner-Phleps, Alexandra N. Langmeyer, Susanne Witte
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References: 34

Abstract

Diese Studie untersucht die Beziehungsqualität von Geschwistern in Trennungsfamilien unter Einbezug von leiblichen, Stiefgeschwistern und Halbgeschwistern in Alleinerziehenden- und Stieffamilien. Auf Basis von Daten des Surveys „Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten“ (2023) wurden 1.944 Geschwisterbeziehungen in Trennungsfamilien von 742 Kindern zwischen fünf und 17 Jahren analysiert. Knapp zwei Drittel der Kinder bewerten ihre Geschwisterbeziehung als sehr gut, wobei Stiefgeschwisterbeziehungen signifikant positiver eingeschätzt werden als Beziehungen zu leiblichen und Halbgeschwistern – ein Befund, der auch multivariat und unter Kontrolle unterschiedlicher Faktoren bestehen bleibt. Größere Altersabstände und geteilte Kinderzimmer verringern die Wahrscheinlichkeit einer sehr guten Beziehungsqualität. Handelt es sich um Brüderpaare im Vergleich zu gemischt-geschlechtlichen Geschwistern, so ist das als positiver Faktor für eine sehr gute Beziehung zu interpretieren. Die Ergebnisse tragen zum besseren Verständnis der Dynamiken in Geschwisterbeziehungen nach einer Trennung der Eltern bei, vor allem, weil die befragten Kinder ihre Lebenssituation selbst bewerten.

Fields of Study & Subjects

Family Dynamics and Relationships Attachment and Relationship Dynamics Child Welfare and Adoption

Publication details

Journal / source
Diskurs Kindheits- und Jugendforschung / Discourse Journal of Childhood and Adolescence Research
Volume
20
Issue
4-2025
Pages
457–457
Publication date
20 January 2026