Dekonstruktion von Behinderung in der Schule – statisch, situativ, relativ?

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Authors: Markus Gebhardt, Dino Capovilla
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Abstract

Der Beitrag analysiert drei zentrale Modelle von Behinderung – das individuelle, soziale und systemische – und deren Einfluss auf schulische Inklusion. Das individuelle Modell begreift Behinderung als statische Eigenschaft der Person und legitimiert segregierende Bildungsstrukturen. Das soziale Modell hingegen versteht Behinderung als situatives Produkt sozialer Wechselwirkungen und fordert die Gestaltung inklusiver Lernumgebungen. Das systemische Modell beleuchtet die institutionellen Mechanismen, die Behinderung als relative Größe erzeugen und erhalten. Anhand aktueller bildungspolitischer Diskurse und empirischer Studien wird gezeigt, wie diese Modelle schulische Praxis, Lehrerbildung und die Teilhabe behinderter Lernender prägen. Der Artikel plädiert für eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Behinderungsbegriff in der Lehrerbildung und eine systemübergreifende inklusive Schulentwicklung.

Fields of Study & Subjects

Sociology and Education Studies Collaborative Teaching and Inclusion Inclusion and Disability in Education and Sport

Publication details

Journal / source
Gemeinsam leben
Issue
1
Pages
3–11
Publication date
8 January 2026
Language
DE