Interruptionen und Disruptionen

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Authors: Nils Schrewe, Tanja Sturm
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Abstract

Im Zuge der Corona-Pandemie haben Schüler:innen vielfältige Änderungen von Schule erfahren, die sich u.a. in Schulschließungen und der Nutzung digitaler Lehr-Lernangebote zeigen. In dem Beitrag fragen wir, wie Schüler:innen aus Deutschland und Kanada die Situation erlebt und bearbeitet haben. Mithilfe der Praxeologischen Wissenssoziologie wird rekonstruiert, dass die Restrukturierungen von Schule und Unterricht für die Schüler:innen Brüche gegenüber ihrer habitualisierten Schul- und Unterrichtspraxis darstellen. Der komparative Vergleich von Gruppendiskussionen mit Schüler:innen beider Länder zeigt, dass die Brüche bei den kanadischen Schüler:innen dazu geführt haben, dass sie keine gleichwertige Lernorientierung im digitalen Unterricht erfahren haben, während ihre deutschen Peers eine neue Orientierung an Regelbrüchen, in der Form des Fernbleibens vom Unterricht oder dem Betrügen bei Tests zeigen. Die Ergebnisse, die wir als Inter- und Disruption bezeichnen, werden sowohl anhand der empirischen Beispiele dargelegt als auch entlang schulpädagogischer Betrachtungen reflektiert.

Fields of Study & Subjects

Education during COVID-19 pandemic Digital Education and Society Social impacts of COVID-19

Publication details

Journal / source
Zeitschrift für Pädagogik
Issue
1
Pages
79–89
Publication date
17 January 2026