Editorial
Abstract
E DITORIAL Wie das letzte Jahr, so war auch das Jahr 2025 ein aufregendes für die Zeitschrift für Kanada-Studien.Durch die bereits im letzten Editorial angekündigte Einstellung der Geschäftstätigkeit des Wißner-Verlags musste sich die Zeitschrift neu orientieren, was mit viel Einsatz aller Beteiligten auch bestens gelungen ist.Nach Abwägen verschiedener Möglichkei ten im Austausch zwischen dem Redaktionsteam und dem Vorstand und Beirat der Gesellschaft für Kanada -Studien haben wir nun mit dem Universitätsverlag Winter in Heidelberg einen neuen Partner gefundeneinen, der die Kontinuität der Zeitschrift gewährleist et, aber auch für Neuerungen offen ist.So ist die Zeitschrift ab dem Heft 2026 ein O pen Access Online -Journal , was vielleicht nicht bei allen Kanadist:innen Euphorie hervorruft, aber auf jeden Fall zukunftsweisende Chancen bietet.Wir hoffen, dass die ZKS durch das digitale Format eine größere Leser:innenschaft erreicht und vor allem für jüngere Forscher:innen ein attraktives Publikationsorgan darstellt.Mit der notwendigen Neugestaltung der Zeitschrift können wir auch erstmals deren Dreisprachigkeitein Alleinstellungsmerkmal der ZKS -bereits auf dem Cover sichtbar machen.Nach den Unwägbarkeiten der letzten eineinhalb Jahre und den besonderen Herausforderungen für das Team freuen wir uns ganz besonders, dass wir unseren Leser:innen mit dem Debut -Heft bei Winter eine ausgesprochen reichhaltige Lektüre bieten können.So war d er Zulauf bei den Hauptbeiträgen erfreulich groß, sodass wir bedauerlicherweisenicht alle positiv begutachteten Einreichungen für diese Nummer aufnehmen konnten.Das lag auch daran, dass neben den aus der Jahrestagung in Berlin hervorgegangenen Aufsät zen dieses Mal erfreulicherweise auch einige davon unabhängige Einreichungen bei uns einlangten.Was den Rekord von 22 Rezensionen im Heft 2025 betrifft, so konnten wir diesen nicht übertreffen.Allerdings lag das nicht am Angebot, sondern vielmehr an den mit dem Verlag vereinbarten Vorgaben, was den Umfang der Hefte betrifft.Das Thema der in der kanadischen Botschaft in Berlin stattfindenden 46.Jahrestagung der GKS im Februar/März 2025 war der kanadische Norden ("The North: Changes, Challenges, Opportunities"/ "Le Nord : changement, défis, opportunités").Wie Sherrill Grace in ihrer mittlerweile klassischen Studie Canada and the Idea of North (2002) darlegt, bildet das Konzept des Nordens ein zentrales Moment im Selbstverständnis und Fremdbild Kanadas, das Thema ‚kanadischer Norden' ist daher von anhaltender Relevanz.Eine gewichtige indigene Stimme des kanadischen Nordens ist die Michel Jeans, den die GKS als Keynote Speaker für die Konferenz in Berlin gewinnen konnte.Der aus Mashteuiatsh am Lac Saint -Jean (Québec) stammende Journalist, Moderator und Bestsellerautor versucht durch sein literarisches Werk Bewusstsein für die Geschichte,
Fields of Study & Subjects
Publishing and Scholarly Communication
Canadian Identity and History
Academic Publishing and Open Access
Publication details
- Journal / source
- Zeitschrift für Kanada-Studien
- Volume
- 46
- Issue
- 76
- Pages
- 6–9
- Publication date
- 1 January 2026
- Language
- DE