Zwischen Arbeitssucht und Quiet Quitting

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Authors: Joachim Freimuth, Ines Lietzke-Prinz
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Abstract

Die Einstellung zur Leistung polarisiert sich: Während sich einige Beschäftigte in übermäßiger Verausgabung verlieren, ziehen sich andere still zurück, als ≫Quiet Quitter≪, durch Dienst nach Vorschrift oder innere Kündigung. Der Beitrag analysiert diese gegensätzlichen Muster als Reaktion auf veraltete Narrative der industriellen Leistungsgesellschaft: Heldengeschichten auf der einen, Verlustängste auf der anderen Seite. Sie prägen das Denken über Arbeit und blockieren ein zeitgemäßes Verständnis von Leistung. Notwendig ist ein Perspektivwechsel: weg von normierten Karrierewegen, exklusiver Talentforderung und kategorialen Bewertungen, hin zu vielfältigen Entwicklungspfaden, geteilter Verantwortung und einer Führung, die ermöglicht, statt überfordert. Leistung entsteht nicht mehr im Heldenmodus, sondern durch Zusammenarbeit, Augenhöhe und Nachhaltigkeit.

Fields of Study & Subjects

Workaholism burnout and well-being Employee Performance and Management Job Satisfaction and Organizational Behavior

Publication details

Journal / source
zfo – Zeitschrift Führung + Organisation
Volume
95
Issue
1
Pages
9–14
Publication date
1 January 2026
Language
DE