"Ressourcenschutz durch Logistik Plus" - Logist.Plus

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Authors: Martin Franz, Kim Philip Schumacher, Kai‐Michael Griese, Felix Bücken, Meike Rohkemper, Maike Bosold, Christina Suthe, Patrick Ulbert, Timo Beiermann
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Abstract

Logist.Plus Die wachsende Logistikbranche ist ein wichtiger Pfeiler für die Wirtschaft und Daseinsvorsorge. Sie ist jedoch von Landnutzungskonflikten und Flächenknappheit besonders betroffen, denn die Ansiedlungen von Logistikbetrieben sind in hohem Maße raumwirksam, weshalb sie im Stadt-Land-Kontext eine hervorgehobene Bedeutung haben, die es im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung und einem sparsamen Umgang mit Flächen zu adressieren gilt. Hier setzt Logist.Plus mit einem integrierten Landmanagement zur Erreichung von Nachhaltigkeitszielen an. Logist.Plus hat raumkategorie-übergreifende Governancestrukturen mit Ansätzen des kooperativen betrieblichen Umwelt- und Transportmanagements kombiniert. Im Projektverbund haben acht Partner aus Wissenschaft, Gebietskörperschaften und Interessenvertretungen von Wirtschaft und Umwelt in der Projektregion Osnabrück-Steinfurt zusammengearbeitet. In der ersten Projektphase von Februar 2020 bis Januar 2023 wurden unter Federführung der Wissenschaftspartner die regionale Situation analysiert, umfangreiche regionale Zusammenarbeiten aufgebaut und Szenarien für zukünftige Entwicklungen der Logistikbranche entwickelt. Logistikstandorte wurden im Hinblick auf Versiegelung kartiert und es wurden Berechnungen von Entsiegelungs- und anderen Umgestaltungspotenzialen durchgeführt. Teil dieser Grundlagenarbeiten war auch die Berechnung von Energiebedarfen und Emmisionsreduktionspotenzialen, vor allem im Bereich der Lagerung. Als Ergebnis der Entwicklung von Szenarien konnten fünf Szenarien identifiziert werden: Kooperative Logistik, Klimaneutrale Logistik, Standortangepasste Logistik, Regionale Logistik und Gemeinschaftsbasierte Logistik. Aus diesen wurde in mehreren Workshops und Simulationen vor Ort ausgelotet, welche Zukunftsszenarien für eine nachhaltige Logistik erfolgversprechend sind. In der zweiten Projektphase von Februar 2023 bis Juli 2025 übernahmen die Praxispartner die federführende Verantwortung für die weitere Ausgestaltung des Projekts. Dazu gehörten die praxistaugliche Weiterentwicklung der Instrumente, deren erprobende Anwendung in der Projektregion sowie die Verbreitung der erzielten Ergebnisse und Erfahrungen in andere Logistikregionen und an eine Vielzahl von Zielgruppen. Als besonders vielversprechende Governance-Instrumente wurden in der ersten Projektphase die Beratung von Kommunen und Unternehmen und insbesondere ein regionaler kommunaler Arbeitskreis Logistik identifiziert. Insbesondere im Bereich der Geschäftsmodelle der City-Logistik wurde großes Kooperationspotenzial aber auch zahlreiche Umsetzungshürden identifiziert. Im Projekt wurde eine Methodik zur Entwicklung von City-Logistik-Konzepten in enger Zusammenarbeit mit öffentlichen und privaten Akteur*innen erarbeitet. Mit den „Gestaltungsempfehlung für eine nachhaltige Standortentwicklung“ wurde ein Produkt entwickelt, welches die kommunalen Entscheidungsträger*innen anspricht. Auf der anderen Seite wurde ein Beratungsleitfaden erarbeitet, der sich an Logistikunternehmen richtet. Dieser enthält die erarbeiteten Lösungsstrategien für eine nachhaltige Logistik.

Fields of Study & Subjects

Urban and Freight Transport Logistics Transport and Logistics Innovations Local Governance and Planning

Publication details

Journal / source
RENATE
Publication date
30 January 2026
Language
DE